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Er war Künstler, Geschäftsführer und Großvater

Friedrich Möller- Bornemann gestorben

Obernkirchen (clb). Am vergangenen Sonntag ist Friedrich Möller-Bornemann, langjähriger Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens und gleichzeitig ein in Schaumburg bekannter Künstler, im Alter von 93 Jahren verstorben.

veröffentlicht am 27.03.2008 um 00:00 Uhr

Friedrich Möller wurde am 25. Dezember 1914 in Oberhausen geboren, wo er auch seine Kindheit und Schulzeit verbracht hatte. Schon früh entdeckte er seine Liebe zur Malerei und besuchte nach dem Schulabschluss die Folkwang-Kunsthochschule in Essen. Anschließend teilte er das Schicksal seiner Altersgenossen, wurde zum Militärdienst eingezogen und kämpfte während des zweiten Weltkriegs in Russland. Nach dem Kriegsende kam er zunächst in russische, dann französische Gefangenschaft. In der Zwischenzeit waren seine Eltern von Oberhausen nach Obernkirchen umgezogen, wohin er ihnen nach dem Ende der Kriegsgefangenschaft folgte. Kurz darauf lernte er seine spätere Frau kennen, Tochter des Maschinenbauunternehmers der Bornemann-Dynastie. Mit der Heirat nahm er deren Familiennamen an und engagierte sich in dem weltweit tätigen Unternehmen. Von 1967 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1976 leitete Friedrich Möller-Bornemann das Unternehmen gemeinsam mit seiner Frau. Der Aufbau der Vertriebsorganisation, die Entwicklung neuer Technologien und nicht zuletzt ein effektives Kostenmanagement zählen zu seinen Verdiensten. Trotz seiner leitenden Managerposition blieb die Kunst eine seiner großen Leidenschaften. Er gehörte zu den Gründern der Vereinigung Schaumburger Künstler e.V. und nahm regelmäßig an deren Ausstellungen teil, malte Schaumburger Landschaften und Porträts, unter anderem das des bekannten Bildhauers Jupp Franke. Friedrich Möller-Bornemann hinterlässt eine Tochter, einen Enkel und zwei Urenkel.



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