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Ratändert daher die Satzung

Friedhof: "Lange Ruhezeiten nicht mehr zeitgemäß"

Auetal (rnk). Zum 1. Juli ist für die Friedhöfe der Gemeinde Auetal eine neue Friedhofssatzung in Kraft getreten. Der Rat hat der Vorlage der Verwaltung zugestimmt. Außerdem konnte die Satzung an das neue Landesbestattungsgesetz angepasst werden. Wichtigste Regelung in der neuen Satzung ist die Verringerung der Ruhezeiten.

veröffentlicht am 08.07.2006 um 00:00 Uhr

"DieseÄnderung erfolgte auch, weil Bürgerinnen und Bürger aktiv an Lösungsvorschlägen mitgewirkt haben", begründet der allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin Thomas Priemer. "Lange Ruhezeiten sind in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr zeitgemäß. Viele Angehörige möchten lieber kürzereRuhezeiten und dann die Verlängerungsoptionen in Anspruch nehmen." Daher wurde die Ruhezeit bei Erdbestattungen derzeit 40 Jahren auf 30 Jahre herabgesetzt worden, bei Urnenbestattungen gilt künftig eine Ruhezeit von 25 Jahren. Die Nutzungsdauer von Wahlgräbern, so genannte mehrstellige Grabstätten, ist von 50 Jahren ebenfalls auf 30 Jahre bei Erdbestattung und 25 Jahre bei Urnenbestattung herabgesetzt worden. Bestehende Nutzungsrechte so Priemer, sind von diesen Änderungen nicht betroffen. Und: Künftig ist es möglich auf einem Reihengrab für eine Erdbestattung eine zweite Bestattung als Urnenbestattung durchzuführen. Auf allen Friedhöfen der Gemeinde Auetal können sowohl Erd- als auch Urnenbestattungen in Rasengräbern durchgeführt werden, teilt die Gemeinde mit. Und Rasengräber können mit einer bodengleichen Namensplatte versehen werden. Zukünftig können Bestattungen auch am Freitagnachmittag oder am Sonnabendvormittag durchgeführt werden. Hierfür ist jedoch eine zusätzliche Gebühr zu entrichten. Erdbestattungen kosten 135 Euro, bei Urnenbestattungen beträgt die Differenz zu einer Bestattung an einem Wochentag 55 Euro - das sind die Kosten für Personal plus Überstundenzuschlag. Die Gemeindeverwaltung gibtüber die komplett überarbeitete Friedhofssatzung auch persönlich Auskunft: Der zuständige Sachbearbeiter ist unter (05752) 18161 erreichbar. Die Satzung gilt für die Friedhöfe Altenhagen, Bernsen, Borstel, Hattendorf, Poggenhagen, Rannenberg, Rehren, Rolfshagen, Westerwald, Wiersen. Wie Priemer erklärte, habe man auch überlegt, in einem der Gemeinde gehörenden Waldstück einen Friedwald einzurichten. Zwei Gründe hätten dagegen gesprochen: Die Vorschriften seien - mit Blick auf die Verkehrssicherheit und Pflege - recht streng, außerdem sei im Auetal bislang die Nachfrage nach einem Friedwaldgrab noch nicht da.

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