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Angehende Studentin unterstützt weltweite Initiativen

Friedensarbeit: Maren Kater hilft jetzt in Argentinien

Obernkirchen (sig). Das muss man der 20-jährigen Maren Kater aus Obernkirchen lassen: Es gibt nicht viele junge Menschen, die sich mit einem so ausgeprägten sozialen Engagement für eine bessere Welt einsetzen wie sie. Weil es auch in Südamerika noch viel Not gibt, von der man in Europa nicht viel weiß, konzentrieren sich ihre Einsätze auf diesen Kontinent. Und immer stehen überwiegend Kinder im Mittelpunkt ihrer Einsätze.

veröffentlicht am 19.06.2008 um 00:00 Uhr

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Es begann mit einer Austauschschülerin aus Peru, die bei der Familie Kater in der Bergstadt wohnte und mit Maren zusammen das Wilhelm-Busch-Gymnasium in Stadthagen besuchte. Rund ein halbes Jahr lang arbeitete die Obernkirchenerin im Rahmen dieses Austausches an einem peruanischen Sozialprojekt mit. Dazu gehörte eine Schule, geleitet von deutschen Dominikanerinnen aus Speyer. Dort werden die Kinder auch in den beiden Fremdsprachen Deutsch und Englisch unterrichtet. "Ich habe sowohl in einem Kinderheim gearbeitet als auch in einem Armendorf", erzählt Maren Kater. Überall sei zu spüren gewesen, dass Geld fehlt. Bildung und Gesundheit seien in Peru für die ärmeren Schichten mehr oder minder Luxus. Mit Lichtbildvorträgen über ihre Erlebnisse und Erfahrungen bei diesem Einsatz versucht Maren Kater, ihr nächstes Engagement zu finanzieren. Dieses Projekt steht unter dem Motto "Menschen für Friedensarbeit" und soll in der argentinischen Stadt Jujuy unweit der Grenze zu Bolivien und Chile den Kindern aus den ärmsten Familien Hilfe bringen. Die Jungen und Mädchen erhalten Nachhilfe, Unterstützung bei den Hausaufgaben und werden im Rahmen von Workshops auf den verschiedensten Feldern ausgebildet. Dazu gehören zum Beispiel Basteln und Werken, Fußball und Schach, ein Marionetten-Theater und ein offenes Jugendradio. Eine sinnvolle Freizeitgestaltung bewahrt die Kinder davor, in das Straßenmilieu abzugleiten. Für die überwiegend jungen Menschen, die als Freiwillige sich einer solchen Aufgabe im Ausland stellen, gibt es Vorbereitungsseminare. Die Teilnehmer kommen aus allen Teilen Deutschlands. "Ende August werde ich nach Argentinien fliegen und dort vor allem in einer Gehörlosenschule und in einer Tagesstätte arbeiten, in der gehörlose sowie andere Kinder betreut werden", kündigt Maren Kater an. Sie will dafür die Gebärdensprache erlernen, die allerdings nicht identisch ist mit der in Deutschland entwickelten. Immerhin passt diese Tätigkeit zum Berufsziel der Obernkirchenerin. Sie wird Rehabilitationswissenschaft studieren und damit Audio- und Gebärdensprache. Als Zweitstudium plant Maren Theaterpädagogik. Am Ende kann sie dann als Lehrkraft an einer Gehörlosenschule arbeiten. Ihre Referendariatszeit möchte sie am liebsten auch in Südamerika verbringen. Da die Obernkirchenerin zurzeit noch auf einen Studiumsplatz warten muss, passt dieser Auslandseinsatz gut in das Lebenskonzept von Maren Kater. Sie packt ohnehin von Zeit zu Zeit das Fernweh, und das Gefühl, gebraucht zu werden, macht sie besonders glücklich.

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