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Avi Primor sprichtüber Nahost-Problem

"Frieden ist machbar"

Stadthagen (han). Avi Primor, der ehemalige Botschafter Israels in Deutschland, hat vor 100 Zuhörern in der "Alten Polizei" die Situation im Nahen Osten beleuchtet.

veröffentlicht am 15.11.2008 um 00:00 Uhr

Wortreich versuchte der ehemalige Diplomat, ein aus seiner Sicht hartnäckiges Vorurteil aus der Welt zu räumen: Der Frieden im Nahen Osten sei nicht möglich, zudem bestehe keine Einigung über die notwendigen Friedenskonditionen. "Falsch", rief Primor und verwies auf zahlreiche vergangene Friedensverträge, die stets dieselben drei Bedingungen wiederholen: Die israelische Besatzung müsse ein Ende haben. Die Stadt Jerusalem müsse aufgeteilt werden und ohne Barrieren auskommen. Die palästinensischen Flüchtlinge sollen nicht nach Israel zurückgehen, sondern in einem eigenen Palästinenserstaat leben, um so ihre Würde zurückzuerhalten. Zweidrittel aller Israelis hätten diesen Details zugestimmt, bei den Palästinensern sei die Mehrheit noch größer. Dennoch hielten seine Landsleute den Frieden für nicht realisierbar, da das Element der Sicherheit fehle. "Wir betrachten den Palästinenserführer Mahmud Abbas als einen Friedensstifter und Antiterroristen", sagte Primor, "allerdings kann er uns keine Sicherheit gewährleisten." Daher könne das Westjordanland vorerst nicht geräumt werden. Ein weiterer Schlüssel zum Frieden sei Syrien. Sollte Barack Obama Syrien unterstützen, werde das Land Frieden mit Israel schließen, alle weiteren Nachbarn würden dem Beispiel folgen.



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