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Unbekannter "rasiert"über Nacht Allee ab / Landwirt Rainer Thies setzt Belohnung von 1000 Euro aus

Frevel: 40 Kronen junger Bäume abgesägt

Lauenau (nah). 35 junge Kastanien und fünf Eichen sind in der Verlängerung der Apelerner Straße einem nächtlichen Frevler zum Opfer gefallen. Mit einer Säge trennte er oberhalb der Pfahlhalterungen die Kronen ab. Die Bäume waren zwischen vier und sechs Jahren alt.

veröffentlicht am 03.03.2007 um 00:00 Uhr

Die Polizeibeamten Klaus Kutil (l.) und Georg Grotjahn haben die

Rainer Thies ist wütend. Der Landwirt, der Bäume über alles liebt und bereits viel Geld in Alleen zu seinem Anwesen und an anderen Stellen in der Feldmark investiert hat, wollte am Donnerstagmorgen seinen Augen nicht trauen. In der Nacht zuvor muss der Unbekannte mit der Säge unterwegs gewesen sein. "Das war kein zufälliger Streich", empört er sich über die Sinnlosigkeit des Tuns, "der hat sich richtig Arbeit gemacht." Das bestätigten inzwischen auch Georg Grotjahn und Klaus Kutil von der Lauenauer Polizeistation, die die Ermittlungen aufgenommen haben. Sie stellten fest, dass der Täter mindestens 1,75 Meter groß sein müsse, da die höchsten Bäume in einer Höhe von etwa zwei Metern gekappt worden sind. Die Kronen warf derÜbeltäter achtlos in den Graben. Neben den 35 Kastanien, die den Fuß- und Radweg von Lauenau in Richtung Autobahnbrücke säumen, suchte der Frevler auch eine kleine Fläche zwischen Weg und Lärmschutzwall heim. Dort wurden fünf Eichen irreparabel beschädigt. Die Polizei und Thies hoffen, dass es für die nächtliche Untat Zeugen gibt. Denn nach vorsichtigen Schätzungen muss der Unbekannte wenigstens eine Stunde benötigt haben, um die 40 Bäume zu zerstören. Der Landwirt kann sich keinen Reim darauf machen, wer ihm oder den Bäumen hat Schaden zufügen wollen. Schon vor vier und fünf Jahren hatte es ähnliche Vorfälle gegeben, als in Sommernächten einige junge Pflanzen rüde abgeknickt wurden. Schon damals muss an den in vollem Saft stehenden Bäumen erhebliche Gewalt angewendet worden sein. Doch der jüngste Vorfall übersteigt das damalige Ereignis bei weitem: Die dicksten Stämme hatten schon einen Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern und konnten deshalb bei zerstörerischer Absicht nur noch mit einer Säge durchtrennt werden. Inzwischen verspricht Thies eine private Belohnung von 1000 Euro für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen: "Vielleicht haben ja ein Hundehalter oder ein Passant auf dem Weg zur Arbeit im Logistikpark etwas beobachtet." Das wünschen sich die Beamten ebenfalls, die in Lauenau oder im Nenndorfer Kommissariat auch vertrauliche Informationen entgegen nehmen. Denn: "Dieser Vorfall ist auch für uns unglaublich!"



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