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Gedenkfeier an der Paschenburg / Schöttelndreier: "Irgendwo ist immer Krieg"

"Freunde sind besser als Feinde"

Landkreis (crs). "Freunde sind besser als Feinde, Frieden ist besser als Krieg." Auf diese scheinbar so simple Formel haben Natalja Weis, Jana Müller und Olga Werner die Kernaussage des Volkstrauertages gebracht. Bei der zentralen Gedenkfeier des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf dem Ehrenfriedhof an der Paschenburg haben die drei Schülerinnen der Stadthäger Schule am Schlosspark gestern Nachmittag die Worte zur Totenehrung gesprochen.

veröffentlicht am 20.11.2006 um 00:00 Uhr

Regendurchwirkte Zeremonie: Kranzniederlegung am Ehrenfriedhof a

"Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung, unsere Verantwortung gilt dem Frieden", gaben die jungen Frauen dem Gedenktag eine ganz eigene, zukunftsgewandte Bedeutung. Und signalisierten damit: Auch jungen Menschen, die Krieg nie selber erfahren haben, kann der Volkstrauertag Anlass zum Innehalten und Besinnen geben. "Es ist in höchstem Maße anerkennenswert, dass Sie heute hier sind", hatte sich Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier in seiner Ansprache zuvor an die knapp hundert Anwesenden gewendet, die trotz des Dauerregens unter einem Meer aus Regenschirmen ausharrten. Mit eindrucksvollen Worten richtete sich Schöttelndreier gegen eine Kultur des Vergessens, gegen einen Alltag, in dem der Volkstrauertag allenfalls als Sonntag wahrgenommen würde, an dem bestimmte Veranstaltungen nicht erlaubt seien. "Irgendwo ist immer Krieg!", rief Schöttelndreier die Aktualität des Gedenktages ins Gedächtnis, auch vor dem Hintergrund des Auslandseinsatzes deutscher Soldaten. Einen besonderen Akzent setzte der Landrat auf die Bekämpfung von Fremdenhass und Rassismus. "Wir müssen allen Radikalen, jeglicher Intoleranz bekennend und aktiv entgegentreten", betonte er. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Kreisjugendmusikschule und vom Männergesangsverein Obernkirchen.

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