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Projektbüro "Tourismusmarketing Rinteln und Hessisch Oldendorf" eröffnet

Fremdenverkehr: Aus guten Ideen ein "buchbares Angebot" machen

Rinteln (wm). Matthias Gräbner heißt der Hoffnungsträger, der den Tourismus in Rinteln und Hessisch Oldendorf weiter nach vorne bringen soll. Und weil das ein Vollzeitjob ist, hat Gräbner im Rathaus ein eigenes Büro in Zimmer Nummer 211 bezogen. Die Kosten dafür teilen sich die Europäische Union (über die Gemeinschaftsinitiative "Leader+"), die Stadt Rinteln und die Stadt Hessisch Oldendorf.

veröffentlicht am 31.10.2006 um 00:00 Uhr

Matthias Gräbner ist gebürtiger Franke, von Haus aus Diplom-Sozi

Womit man Touristen ins Weserbergland locken kann, ist eigentlich allgemein bekannt: Mit der Weser, mit Wandern und Radfahren. Es gibt ja auch schon viele Angebote vom Kanutourismusüber die Schillathöhle, das Rintelner Erfolgsprojekt Draisine, die Dampfeisenbahn Weserbergland und Dampferfahrten auf der Weser. Das Problem sei nur, schilderte Gräbner, oft würden Anbieter nebeneinander her arbeiten, es fehle an attraktiven, verkaufbaren Produkten und es mangele an einer pfiffigen Vermarktungsstrategie. Oft hake es auch an Details, schilderte Karl-Heinz Wesemann, Chef der gleichnamigen Werbeagentur in Rinteln, an einem simplen Beispiel: "Ein Wanderweg darf nicht an der Ortsgrenze aufhören." Oder: "Wenn ein Wanderer vor dem Hotel steht, ist es keine gute Idee, ihm zu sagen, jetzt ziehen Sie erst mal ihre Schuhe aus." Wesemann verspricht: "Wir wollen nicht neue Berge Papier anhäufen, sondern Projekte entwickeln, die realisierbar wie bezahlbar sind". Das soll wie folgt funktionieren: Matthias Gräbner liefert die Analyse, danach werden Produkte entwickelt, die die heimische Werbeagentur Wesemann vermarktet. Auch Petra Bintz, Geschäftsführerin beim Verein Weserbergland-Tourismus bestätigt, es gebe viele gute Ideen, aber daraus ein "buchbares Angebot" zu machen, dazu brauche man Geld und eine funktionierende Infrastruktur. Vor allem sei es wichtig zu prüfen: Was kann man schnell erstellen, was ist realistisch - also eine Prioritätenliste aufzustellen. Karl-Heinz Wesermann kann das nur unterstreichen: Es gibt viele Konzepte, die werden nicht vermarktet, weil sie entweder zu aufwändig sind, kein Geld dafür da ist oder der politische Wille fehlt. Das wollen wir hier auf alle Fälle vermeiden."

Petra Bintz
  • Petra Bintz

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