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Ergänzende Hilfe auch nach Ratsbeschluss über Personalaufstockung weiterhin jederzeit abrufbar

Freiwillige verstärken die Feuerwache

HAMELN. Die Ortsfeuerwehr Hameln hat viel Arbeit gehabt. Die Freiwilligen wurden zu 310 Einsätzen gerufen. Das sei eine Steigerung im Vergleich zum Jahr 2015 um 22 Prozent, berichtet der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Hameln, Norbert Tegtmeyer.

veröffentlicht am 23.03.2017 um 00:00 Uhr

Befördert wurden zum Feuerwehrmann Ermis Chachoglu, Marcel Dohmen, Nick Dreger, Robin Fiebig, Adrian Oetke, Louis Scharbatke und Tobias Scholz. Oberfeuerwehrfrau ist jetzt Jaqueline Steinhauer und Oberfeuerwehrmänner Karim Ben Fredj, Jens Diekow und Hannes Fieber. Hauptfeuerwehrmänner wurden Alexander Boche und Jens Morawe, zum Ersten Hauptfeuerwehrmann befördert wurde Philipp Maulhardt und zu Löschmeistern befördert wurden Tobias Bergmann, Stefan Jaworsky und Carsten Wenzel. Oberlöschmeister ist Marcus Selle; zu Brandmeistern ernannt wurden Jens Konradt und Christoph Nolte, Oberbrandmeister wurde Stefan Stock.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden Klaus Groß und Ulf Magerhans; bereits 50 Jahre dabei sind Gerd Konrad, Hans-Jürgen Kraiczy und Ludwig Rasch. Günter Harris und Dieter Wortmann bringen es auf 60 Jahre; Julius Reckeweg ist bereits seit 70 Jahren Mitglied. Das niedersächsische Ehrenzeichen für besondere Verdienste im Feuerlöschwesen erhielt Dean Trevor Bell für seine Tätigkeit bei einer Werkfeuerwehr.

Zusammen mit den Angestellten der hauptberuflichen Wachbereitschaft habe Hameln durch gemeinsames schnelles und gezieltes Eingreifen der beiden Feuerwehren keine Großschadenereignisse zu verzeichnen gehabt, so Tegtmeyer.

So handelte es sich bei den meisten der 310 Alarmierungen vornehmlich um Routineeinsätze, bei denen letztlich ein aktives Eingreifen der ehrenamtlichen Einsatzkräfte nicht notwendig wurde. Denn die Kameraden haben mit der Führung der Stadtfeuerwehr und der hauptberuflichen Wachbereitschaft entschieden, die Alarm- und Ausrückeordnung zu modifizieren. Nur wenn die Feuermeldung bestätigt wird, findet die Nachalarmierung der freiwilligen Kräfte statt. Diese Maßnahme habe allerdings im ersten Quartal 2017 noch keine durchschlagende Wirkung erzielt. Die Anzahl der Nachalarmierungen sei im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleich geblieben.

Neben den vielen Nachalarmierungen hat das Team der Freiwilligen Feuerwehr im vergangenen Jahr massiv das Personal der Hauptberuflichen Wachbereitschaft unterstützt, um die Mindeststärke von sechs Funktionen sicherzustellen. Die Wachverstärkung, die im Dezember 2015 begann und ursprünglich nur für wenige Wochen gedacht war, hat sich durch das Jahr 2016 gezogen und setzt sich fort. Insgesamt hat die Ortswehr Hameln im letzten Kalenderjahr rund 150 mal 24-Stunden-Schichten durch freiwilliges Personal aufgefüllt, was einem Umfang von 3600 Dienststunden entspricht. Fast immer, mitunter auch sehr kurzfristig, haben sich Kameraden gefunden, die die Personalausfälle der Abteilung Feuerwehr und Rettungsdienst kompensiert haben. Daneben leisten die Freiwilligen Übungs- und Ausbildungsdienst, nehmen Brandsicherheitswachen wahr und haben „nebenbei“ auch noch einen Beruf. Auch nach dem Ratsbeschluss über die Verwirklichung der neuen Planstellen der Feuerwehr werde es nicht sofort zu einer Veränderung der Situation für die Freiwillige Feuerwehr führen, vermutet Tegtmeyer, weil hauptberufliches Feuerwehrpersonal auf dem Arbeitsmarkt nicht so schnell zur Verfügung stehe und erst ausgebildet werden müsse. Die Freiwillige Feuerwehr in Hameln geht deshalb von einem Zeitfenster von anderthalb Jahren aus, bis sich die angespannte Personalsituation bei der Wachbereitschaft in Hameln entschärfen wird.

Die Wettkampfgruppe des 4. Zuges hat im letzten Jahr an fünf Wettkämpfen teilgenommen, dafür 572 Dienststunden geleistet und dreimal Podiumsplätze erreicht und zwar in Hachmühlen und Hamelspringe den 2. und in Unsen den 1. Platz. Die von Thomas Blencke geleitete Altersabteilung hat 2016 eine Reihe von Veranstaltungen für die Altkameraden durchgeführt und den Kontakt zur Ortsfeuerwehr gepflegt.

Der Ortswehr gehören 100 Feuerwehrleute in der Einsatzabteilung an, das sind fünf weniger als im Jahr zuvor, darunter sind auch vier Frauen. Die Jugendfeuerwehr hat derzeit 20 Mitglieder, darunter vier Mädchen. In der Kinderfeuerwehr sind 13 Jungen und sieben Mädchen. In der Altersabteilung sind unverändert 25 Mitglieder. Die Ortsfeuerwehr hat 20 fördernde Mitglieder. Die Zahl der Atemschutzgeräteträger erhöhte sich um sieben auf 50 Mitglieder.PR



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