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Wachbereitschaft personell verstärkt / Führung setzt auf Mitgliederwerbung und Zusammenhalt

Freiwillige rücken 244-mal aus

HAMELN. Die 96 Freiwilligen der Ortsfeuerwehr Hameln sind im vergangenen Jahr zu 244 Einsätzen gerufen worden – am Tag, aber auch zu nachtschlafender Zeit. 65 Brände und 53 Hilfeleistungen (zum Beispiel Öl- und Chemiealarme, Wasserrettungseinsätze) hielten die Frauen und Männer der Einsatzabteilung auf Trab.

veröffentlicht am 27.03.2018 um 14:43 Uhr

Der neue Ortsbrandmeister Christoph Nolte setzt auf Mitgliederwerbung und Förderung der Kinder- und Jugendfeuerwehr und Zusammenarbeit mit anderen Organisatoren. FOTO: UBE
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

21-mal leistete die Feuerwehr Hameln nachbarschaftliche Löschhilfe. Meist rückten die Besatzungen der Drehleiter und des Löschfahrzeugs aus, um bei größeren Feuern, die im Landkreis loderten, zu helfen. „105-mal rückten die Helfer zu Fehlalarmen aus. Fast immer hatte eine Brandmeldeanlage grundlos angeschlagen.“ Das sagte der neue Ortsbrandmeister Christoph Nolte während der Jahresversammlung, an der auch Oberbürgermeister Claudio Griese teilnahm. Etwa die Hälfte der ehrenamtlichen Feuerwehrleute hat sich zu Atemschutzträgern ausbilden lassen. Diese Helfer kämpfen an vorderster Linie gegen das Feuer, also dort, wo es besonders heiß ist. Beachtlich: Die Hauptamtliche Wachbereitschaft wurde das ganze Jahr über immer mal wieder personell verstärkt. „Dafür wurden 4388 Stunden aufgewandt“, sagte Nolte. Das sei notwendig gewesen, „um dem noch andauernden personellen Engpass entgegenzuwirken“. Das Schöne an so einer Herausforderung: „Wenn man zusammenarbeitet, erlangt man auch mehr Verständnis füreinander. Denn wir sind eine Feuerwehr.“

Christoph Nolte hat seine Feuerwehrlaufbahn bereits 1979 gestartet. Zunächst bei der Ortswehr Unsen. Seit 1985 ist der 49-Jährige in der Tauchergruppe aktiv. Mehr als sieben Jahre in verantwortlicher Position. Im Januar wurde Nolte zum Feuerwehrchef gewählt. Sein Stellvertreter ist Jorrit Külp. Seit 1990 ist der 38-Jährige in der Feuerwehr aktiv; er hat vor mehr als drei Jahren von Sehnde über Celle den Weg zur Feuerwehr Hameln gefunden und war bis zu seiner Wahl als Sicherheitsbeauftragter der Ortsfeuerwehr Hameln tätig. Für Nolte und Külp steht die Mitgliederwerbung und die Förderung der Kinder- und Jugendfeuerwehr ganz oben auf der Agenda. Auch müssten weitere Förderer geworben werden. Nolte und Külp möchten das Schiff „Feuerwehr Hameln“ gern in ruhige Gewässer steuern und „professionell, produktiv und mit Freude mit anderen zusammenarbeiten. Sei es mit der Hauptamtlichen Wachbereitschaft, den anderen Ortsfeuerwehren oder mit anderen Organisationen wie THW, DRK, DLRG und Interhelp. Wir sind offen für eine gemeinsame Zusammenarbeit, weil wir voneinander lernen können“.

Für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen gab es Anerkennung, Dank und Orden. Das Ehrenzeichen für 25 Jahre erhielten Benjamin Hildebrandt (3. Zug), Christian Müller (4. Zug) und Christoph Taube (4. Zug), das Ehrenzeichen für 40 Jahre wurde Thomas Quast (3. Zug), das für 50 Jahre Alfred Berg (Altersabteilung) verliehen. Die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen in Bronze bekam Norbert Tegt-meyer (1. Zug).

Zu Feuerwehrmännern wurden Enrico Caliendo (2. Zug), Adrian Fiebig (4. Zug), Lukas Hampel (4. Zug), Jannik Jäckel (3. Zug) und Jonas Kurkowski (3. Zug), zu Oberfeuerwehrfrauen und -männern Marie Albert (3. Zug), Stefan Blankenagel (2. Zug), Martin Brüggemann (4. Zug), Hannes Fieber (4. Zug), Adrian Oetke (3. Zug), Louis Scharbatke (3. Zug), Simon van Son (4. Zug) und Fabio Weiß (3. Zug), zu Hauptfeuerwehrmännern Christian Bissel (2. Zug), Alexander Boche (1. Zug) und Steven Gifhorn (2. Zug), zu Löschmeistern Jorrit Külp (4. Zug) und Carsten Wenzel (3. Zug), zum Oberlöschmeister Tobias Bergmann (1. Zug), zum Hauptlöschmeister Marcus Selle (4. Zug), zum Brandmeister Jens Hildebrandt (3. Zug) und zum Oberbrandmeister Christoph Nolte (1. Zug) ernannt.



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