weather-image
23°
Dritter "Nationaler Protesttag" derÄrzte / Schaumburger Mediziner informieren Abgeordnete

Freitag wieder zahlreiche Praxen geschlossen

Landkreis. Gegen die Missstände im deutschen Gesundheitswesen wollen sich am 19. Mai in Berlin, Köln und Stuttgart 50 000Ärzte im Rahmen von Demonstrationen zur Wehr setzen. Auch Ärzte aus dem Landkreis werden sich beteiligen. Darauf hat die Schaumburger Ärzteschaft in einer Presseinformation hingewiesen. Vor der Demonstration in Berlin wollen sich die SchaumburgerÄrzte mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy (SPD) und anderen Abgeordneten im Bundestag treffen, um über den Ernst der Lage zu informieren.

veröffentlicht am 16.05.2006 um 00:00 Uhr

Die Mediziner demonstrieren gegen die drohende Verschlechterung in der ambulanten Patientenversorgung, insbesondere für chronisch Kranke sowie gegen ausufernde Bürokratie und drohende Schließungen von Praxen und Kliniken in der wohnortnahen Versorgung. "Die Politiker müssen die Verantwortung für die Folgen ihrer Reformen übernehmen und entweder gegenüber den Bürgern hinsichtlich der bevorstehenden Einschränkungen im Gesundheitswesen einstehen oder ausreichend Gelder für die medizinische Versorgung der Patienten auf internationalem Standard bereitstellen,"heißt es in der Stellungnahme der Ärzteschaft. Sollte die Regierung nicht einlenken, so werde während der Fußball-WM "die ganze Welt" durch weitere Proteste über die Missstände im deutschen Gesundheitswesen informiert werden. Es wird darauf hingewiesen, dass viele SchaumburgerÄrzte am Freitag ihre Praxen schließen werden. Die Notfallversorgung werde selbstverständlich geregelt und sei über die Anrufbeantworter der jeweils behandelnden Haus- und Fachärzte abrufbar.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare