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CDU-Samtgemeindeverband stellt keinen Kandidaten auf / Eigene Listen sicher gefüllt

Freie Bahn für Ditmar Köritz

Samtgemeinde Nienstädt (gus). Ditmar Köritz, Samtgemeindebürgermeisterkandidat der Nienstädter SPD, bekommt keinen Gegenkandidaten. Zumindest schickt der CDU-Samtgemeindeverband Nienstädt keinen Spitzenkandidaten ins Rennen. Dennoch will die CDU bei der Kommunalwahl am 11. September um jede Stimme kämpfen.

veröffentlicht am 22.02.2011 um 00:00 Uhr

Zwar wird die Kür Köritz‘ zum Verwaltungschef damit nahezu zur Formalie. Doch dies grämt die Köpfe des Samtgemeindeverbands, Karlheinz Volksdorf, Petra Ritter und Wolfgang Hoppe, nicht. Sie sehen in dem jetzigen zweiten Mann im Rathaus eine fachliche Spitzenkraft, die „absolut respektiert“ werde, so Ritter.

Mit ihm sei ein „vernünftiger Übergang“ vom langjährigen Verwaltungschef Rolf Harmening zu einem geeigneten Nachfolger möglich. Anders hätten es die Christdemokraten gehalten, hätte Eckhart Ilsemann das SPD-Ticket gezogen. „Dann hätte ein CDU-Kandidat eher eine Chance gehabt“, glaubt Ritter. Gegen Köritz mache eine Kandidatur wegen des zeitlichen und finanziellen Aufwands keinen Sinn.

Kandidatur nein, Opposition ja – so könnte der Wahlspruch der Christdemokraten lauten. Denn diese wollen den Stimmenvorsprung der SPD verkleinern. „Das eine oder andere Ratsmandat mehr“ wollen sie gewinnen, sagt Hoppe. Mehr Ausgewogenheit sei das Ziel. Die SPD sei in manchen Gremien derart in der Überzahl, dass sich die Oppositionsarbeit zäh gestalte.

Als Leitspruch gibt Ritter folgendes Zitat Ernst Ferstls aus: „Gerade weil wir alle in einem Boot sitzen, sollten wir heilfroh darüber sein, dass nicht alle auf unserer Seite stehen.“ Die CDU will erreichen, dass die eigenen Argumente nicht nur gehört, sondern auch ernsthaft diskutiert werden. Dies sei bisher häufig nicht der Fall gewesen. Irgendwann frage man sich dann nach dem Sinn der eigenen politischen Arbeit.

Personell sehen sich die Christdemokraten auf einem guten Weg. 23 Kandidaten stünden jetzt schon bereit, um die Liste für den Samtgemeinderat zu füllen. Alle aktuellen CDU-Ratsmitglieder bis auf Reinhard Schaal wollen wieder antreten. Möglich sei höchstens, dass der kurzfristig ein oder zwei Leute studienbedingt passen müssen.

Einige neue Gesichter sind ebenfalls im besagten Boot, darunter auch junge Leute. Von der Altersstruktur her sei die CDU-Liste bestens bestückt. „Wir sind die Ältesten“, betonen Hoppe und Volksdorf. Weitere „Neulinge“ sind zudem willkommen. Wer Lust an politischer Arbeit für die CDU habe, solle sich beim Verbandsvorstand melden.

Wer an welcher Position antreten wird, steht indes noch nicht fest. Bei einer Klausurtagung im März wollen die Nienstädter CDU-Mitglieder die Liste aufstellen. Dann sollen auch die Wahlkampfthemen erörtern werden. So viel ist sicher: Dauerbrenner wie der Lärmschutz an der B 65 in Nienstädt und Sülbeck gehören erneut dazu.



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