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Bad Nenndorfer Finanzausschuss will 100 000 Euro im Haushalt für eine "Initialzündung" nutzen / Reese: Guter Ansatz, ist die Mühe wert

Freibad nicht abgeschrieben - aber: Förderverein soll es richten

Bad Nenndorf (rwe). Die Bad Nenndorfer Politiker haben das Freibad nicht abgeschrieben, allerdings sollen es die Bürger selber richten. Der Finanzausschuss der Stadt empfiehlt, 100 000 Euro im Haushalt zu veranschlagen, um damit 2007 die Gründung eines Fördervereins zu unterstützen.

veröffentlicht am 17.01.2007 um 00:00 Uhr

Was machen 100 000 Euro für ein Freibad im Haushalt der Stadt Bad Nenndorf? Nach Ansicht der Fraktionsvorsitzenden der CDU im Rat, Ellen Hültenschmidt, hat die Ausgabe dort nichts zu suchen. Denn der Bau eines Freibades wäre Sache der Samtgemeinde. Der Sportausschuss hatte auf Vorschlag der WGN die Summe als Merkposten aufgenommen. Angesichts vieler Ausgaben wollte Hültenschmidt im Finanzausschuss die Position wieder streichen lassen. Doch die Mitglieder von SPD, WGN und FDP hielten an dem Betrag fest. "Das ist als Initialzündung zu verstehen", sagte Frank Steen (WGN). Bei der Finanzlage sei nicht damit zu rechnen, dass die Samtgemeinde einen Schritt voran komme. Der Wunsch nach einem Freibad sei aber groß, erinnerte der Ratsherr an die Umfrage unter den Kindern und das Versprechen, dass nicht nur er als Spitzenkandidat vor der Wahl gegeben habe. Er warb für ein Naturbad, das bringe eine geringe Belastung mit sich. Steen schwebt dafür ein Förderverein vor, der mit dem Geld, Spenden und dem Verkauf von Anteilen das Projekt verwirklicht und später auch betreibt. "Vielleicht gibt es auch bei der DLRG ein Interesse daran." Stadtdirektor Bernd Reese unterstützte ihn, auch wenn es durchaus Erklärungsbedarf für eine solch hohe Summe im städtischen Haushalt gebe. Er nahm den Ball auf und regte eine Umfrage unter den Bürger an, ob sie ein Naturbad wünschen oder ein konventionelles Freibad. Ein Förderverein sei ein guter Ansatz, sagte Reese. "Wenn die Nenndorfer ein Bad wollen, dann bringen sie sich auch finanziell dafür ein." Es werde schwer, fügte er hinzu, "aber es ist die Mühe wert".



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