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Umkleidebereich: Aufstemmen und dann auffüllen / Zweiter Beckenkopf wird saniert / Helfer gesucht

Freibad: Bis zum neuen Saisonstart so viel Arbeit wie nie

Obernkirchen (rnk). Zuweilen reicht ein einziger Blick, um den Ernst der Lage zu erkennen. So haben die Verantwortlichen des Fördervereins Sonnenbrinkbad im Frühjahr das aufgeschlagene Loch im Umkleidebereich auch gleich wieder aufgefüllt und verfliest: Zu offensichtlich war, dass es mit kleinen Reperaturarbeiten nicht getan sei.

veröffentlicht am 22.11.2006 um 00:00 Uhr

Im großen Becken wird mit schwerem Gerät gearbeitet: Die alten R

Die Arbeiten wurden verschoben, in dieser Woche ist Neustart der Sanierung. Die Umkleidekabinen sind längst abgebaut, unter den Fliesen wartet die Arbeit. Der Boden hat sich im Laufe der Jahre immer stärker gesenkt, bei der Ursachenforschung sind die Verantwortlichen auf Mutmaßungen angewiesen. Wahrscheinlich ist Mutter Natur schuld: Unter dem Gebäude und einem Teil des Außengeländes fließt ein Bach, gut denkbar, dass das Wasser nicht nur durch die Rohre, sondern auch außen an ihnen entlang geflossen ist - und im Laufe der Jahre viel Untergrund einfach weggeschwemmt hat. Ein Problem, das schon aufgetreten und daher auch bekannt, war, als das Bad in den 90-er Jahren im städtischen Betrieb war, erklärt Fördervereinsvorsitzender Wolfgang Hein. Damals habe man den Bereich "mit viel Aufwand" provisorisch unterpresst, geholfen habees aber nicht. Jetzt wird der gesamte Bereich vernünftig aufgefüllt und erhält eine neue Sole aus Beton, bevor er wieder verfliest wird und die Kabinen aufgestellt werden. Im Hinterkopf (und schriftlich vorliegen als Vorstandsbeschluss) haben die Mitglieder des Fördervereins noch einen Wunsch: Der gesamte Bereich soll so umgestaltet werden, dass eine Blickachse von der Aufsicht bis zum Parkplatz geschaffen wird. Das alles kostet Geld. Viel Geld. 140 000 Euro hat die Stadt zur Verfügung gestellt, die Hälfte ist bereits Anfang des Jahres geflossen, als im Keller saniert werden musste. Das restliche Geld, das 2007 überwiesen wird, muss nicht nur für die Sanierung des Umkleidebodens reichen, sondern auch für das große Becken, an dem ebenfalls so viel Arbeit wie nie in derfast 80-jährigen Geschichte des Bades erforderlich sind. Nachdem im letzten Winter und Frühjahr der obere Beckenkopfs saniert werden musste, ist jetzt der untere an der Reihe. Bei vielen Fliesen fehlt der Untergrund, sind die Stahlmatten, auf denen sie liegen, völlig zerfressen oder durch den Frost hochgefroren. Wie lange die Arbeiten dauern werden, weiß Hein nicht, das hänge auch von den Helfern ab: Wer mit anpacken möchte, kann sich unter (05724) 902 732 gern melden. Die dritte Maßnahme betrifft die großen Rohrleitungen links und rechts unten im Becken, in denen das Wasser für die Beckenströmung zirkuliert. Sie werden durch neuen Kunststoffrohre ersetzt, dafür müssen auch im Kellerbereich neue Durchbrüche geschaffen werden. Wenn das städtische Geld nicht ausreicht, kann der Förderverein noch auf eine kleine Rücklage zurückgreifen. Wie viel das ist, steht noch nicht fest, ein paar Tausender werden es nach dem Besucher-Rekordjahr schon sein. Hier sieht Hein das vierte Problem: Die Ansprüche und Erwartungen an das Bad wachsen von Jahr zu Jahr.

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