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Gemeinderat bewilligt nur 100 Euro / Pollhägerinnen reagieren empört - und werden aktiv

Frauenzentrum: 300 Euro auf eigene Kappe

Stadthagen (sk). Weil der Pollhäger Gemeinderat nur einen Zuschuss in Höhe von 100 Euro für das Frauenzentrum bewilligt hatte (wir berichteten), sind zwei Pollhäger Frauen für die Einrichtung sammeln gegangen. Dabei sind 300 Euro zusammengekommen.

veröffentlicht am 25.01.2008 um 00:00 Uhr

Das Frauzentrum hatte beim Gemeinderat einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 300 Euro beantragt. Die Summe errechnet sich aus einem Betrag von 27 Cent pro Einwohner. Der Rat bewilligte jedoch nur 100 Euro. Dies löste bei Alex Schulz (38), Mitarbeiterin in einer Tierarztpraxis, und Renate Steinhoff (53), Geschäftsführerin der Heinrich Böll-Stiftung Niedersachen und Mitglied des Grünen-Ortsverbandes Schaumburg/Stadthagen, Empörung aus. Schließlich profitieren nicht nur Stadthäger Frauen, sondern Frauen aus ganz Schaumburg von der Arbeit des Frauenzentrums. Diese Arbeit leidet bereits empfindlich unter der Kürzung offizieller Finanzzuschüsse. Schulz und Steinhoff sowie Ute Herde, Ehefrau von Pastor Uwe Herde, beschlossen, in die eigene Geldbörse zu greifen und außerdem bei Freundinnen und Bekannten um eine Spende für das Frauenzentrum zu bitten - mit Erfolg. Rund 20 Pollhägerinnen, einige Frauen aus den Nachbargemeinden und, so Steinhoff, "sogar der eine oder andere Mann" steuerten Beträge bei. Schon nach wenigen Tagen habe man die gewünschte Summe von 300 Euro beisammen gehabt. Dagmar Behrens, Vorsitzende des Vereins Frauenzentrums e.V. und Birgit Baron, Mitarbeiterin im Frauenzentrum, freuten sich sehr über die Spenden.

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