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Max Heinke (11) aus Hameln fragt „Wo gibt es die meisten Tiere?“

veröffentlicht am 06.02.2009 um 21:24 Uhr
aktualisiert am 23.10.2009 um 17:24 Uhr

Es antwortet Rainer Wendlandt, Biologielehrer am Albert-Einstein-Gymnasium in Hameln: „Lieber Max, die meisten Tiere leben in den tropischen Regenwäldern. Dies sind Wälder, die in Mittel- und Südamerika, Afrika, Südasien und im Norden von Australien beiderseits des Äquators. Es wird geschätzt, dass in den tropischen Regenwäldern 40 bis 60 Prozent aller Arten der Welt leben.

Durch das ganzjährig warme und feuchte Klima und die starke Sonneneinstrahlung ist die Stoffwechselaktivität der dort lebenden Pflanzen sehr hoch. Es entwickelte sich ein Urwald, der in Stockwerke unterteilt ist: Das oberste Stockwerk bilden Baumriesen mit einer Höhe von etwa 60 Metern. Darunter befindet sich die Baumkronenschicht in etwa 40 Meter Höhe.

Daran schließen sich niedrigere Bäume an. Schließlich folgt die etwa fünf Meter hohe Strauchschicht, darunter folgen noch Krautschicht und Bodenschicht. Zum Vergleich: Ein Buchenwald bei uns ist gerade mal zwischen 30 und 35 Meter hoch. Im tropischen Regenwald herrschen in jedem Stockwerk völlig unterschiedliche Lebensbedingungen, so verändern sich zum Beispiel die Sonneneinstrahlung, die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur stark. Im Laufe von Jahrmillionen haben sich nun unterschiedlichste Tierarten entwickelt, die durch zahlreiche Anpassungen ideal auf das Leben in den einzelnen Stockwerken eingestellt sind. Man schätzt, dass auf jeder Baumart des Regenwaldes etwa 300 verschiedene Arten von Tieren leben, vor allem Insekten und Spinnentiere.

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