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Laura-Helen Lücke (8) fragt: Können Fische schlafen?

veröffentlicht am 09.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 23.10.2009 um 17:02 Uhr

Heute hat Laura-Helen eine Frage.

Es antwortet Dr. Oliver Walenciak, Biologischer Leiter von Sea Life in Hannover: „Liebe Laura-Helen, die Frage kann man ganz klar mit ,ja‘ beantworten. Wie andere Tiere auch, müssen Fische sich von den Strapazen des Alltags erholen. Hierzu verringert sich die Atmung und der Herzschlag. Im Gegensatz zu Säugetieren fallen Fische aber nicht in einen Tiefschlaf, bei dem die Umgebung nicht mehr wahrgenommen wird, sondern sie gehen sozusagen auf Sparflamme. Wenn sich ein Feind nähert, können sie so unter Umständen noch die Flucht ergreifen.

Da Fische keine Augenlider haben, sieht man es ihnen oft nicht an, dass sie schlafen (und man hat bis heute auch keinen Fisch schnarchen hören). Jede Fischart hat aber ihre eigenen Schlafangewohnheiten. Manche Fischarten lassen sich einfach treiben, andere vergraben sich im Sand. Drückerfische klemmen sich in Felsspalten, manche Lippfische ziehen sich sogar einen Schlafrock aus Schleim an. Dieser soll sie vor Feinden schützen, die nachts mithilfe ihres Geruchssinnes auf Jagd gehen. Mondfische verbringen viel Zeit damit, tagsüber an der Meeresoberfläche in der Sonne zu dösen. Bei Haiarten, die ständig schwimmen müssen, geht man davon aus, dass abwechselnd immer nur eine Hälfte des Gehirns schläft, während die andere Seite wach bleibt. Die mit den Haien verwandten Kuhnasenrochen im Sea Life Hannover, die ebenfalls den ganzen Tag rastlos umherschwimmen, kann man jedoch beobachten, wie sie sich, kurz bevor die letzten Besucher gehen, auf den Boden legen und einfach einschlafen.“

Frag doch auch mal!

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