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Sydney (dpa). Haie sind höchstwahrscheinlich farbenblind. Das haben australische Forscher bei der Untersuchung der Netzhaut von 17 Hai-Arten herausgefunden. Demnach verfügen viele Hai-Augen nur über Stäbchenzellen. Diese können nicht zwischen Farben unterscheiden. Einige Hai-Augen besitzen einen einzigen Zapfenzellentyp für langwelliges Licht – um Farben zu sehen, braucht das Auge in der Regel mehrere Typen von Zapfenzellen, schreiben die Wissenschaftler in der Online-Ausgabe des Journals „Naturwissenschaften“. „Diese Forschungsergebnisse könnten dazu beitragen, Angriffe auf Menschen zu verhindern und die Entwicklung von Fanggerät zu unterstützen, um so den Hai-Beifang in der Langleinenfischerei zu reduzieren“, erklärt Nathan Scott Hart von der University of Western Australia. Der Kontrast eines Objektes gegenüber der Umgebung sei für Haie wahrscheinlich wichtiger als die Farbe. „Dies könnte uns dabei helfen, Langleinenfischereiköder zu entwickeln, die für Haie weniger attraktiv sind, wie auch Badebekleidung und Surfbretter, die für Haie einen geringeren Kontrast besitzen und deshalb weniger anziehend auf sie wirken“, meint Hart. Wale, Delfine und Robben besitzen ebenfalls nur einen einzigen, grün-empfindlichen Zapfentyp. Rochen und Seekatzen können hingegen begrenzt Farben erkennen.

veröffentlicht am 20.01.2011 um 15:56 Uhr



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