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Krankenhaus Bethel informiertüber "Erstversorgung" / Facettenreiche Thematik abgehandelt

Fortbildung: Keine Diagnose durch die Hose

Bückeburg (bus). Die "Erstversorgung im Krankenhaus" hat im Mittelpunkt der jüngsten Klinikfortbildung des Krankenhauses Bethel gestanden. In der fachübergreifend konzipierten Schulung wurde die facettenreiche Thematik aus sechs unterschiedlichen Betrachtungsweisen vorgestellt. Die von der Ärztekammer Niedersachsen zertifizierte Veranstaltung bot außer allerhand den innersten Zirkeln wissenschaftlicher Formulierungsfreude entsprungenen Spezialausdrücken auch profane Erkenntnisse. "Keine Diagnose durch die Hose", merkte beispielsweise Unfallchirurgie-Oberarzt Florian Barth an.

veröffentlicht am 20.03.2008 um 00:00 Uhr

Florian Barth (rechts) erläutert das Thema "Erstversorgung im Kr

Außer Barth schärften Jürgen Offensand (aus anästhesiologischer Sicht), Hilka Rehling (internistische Sicht), Ralf Schnieder (gefäß- und viszeralchirurgisch), Jobst Meyer (handchirurgisch) sowie Anette Uhlhorn und Leila Magradze (gynäkologisch-geburtshilflich) das Gespür des Publikums. Als Beispiel des vermittelten Wissensreichtums möge die stichpunktartige Aufschlüsselung eines von neun Unterpunkten (cardiovaskulär) eines Teilaspekts (Differentialdiagnostik bei Thoraxschmerz und Dyspnoe) der Narkose-Faktion dienen: Aortendissektion, Pericarditis, Myokarditis, Herzinsuffiziens, Aortenklappenstenose. Für den interessierten Laien besaßen zwei Tipps von Rehling - "wenn jemand tot ist, hat man nichts zu verlieren", "ganz kurz vorm Ende der Fahnenstange kann Atropin gegeben werden" - wesentlich mehr Aussagekraft. Eine Erkenntnis von Uhlhorn diente ebenfalls der Beruhigung insbesondere des weiblichen Teils des Auditoriums. Ein ungeborenes Kind könne durchaus auch mit dreifach um den Hals gewickelter Nabelschnur gesund zur Welt kommen, schilderte die Gynäkologin. Ein solcher Tatbestand sollte indes der werdenden Mutter tunlichst verschwiegen werden. "Die Mitteilung könnte bei der Betroffenen womöglich mehr Komplikationen hervorrufen als beim Kind." Schade, dass eine von Rehling und Offensand angekündigte Musikeinspielung nicht erklingen wollte, mit der am Beispiel einer Komposition der Formation "Pink Floyd" eine bestimmte (Herz-)Schlag anzahl pro Minute verdeutlicht werden sollte. Bei dem Titel handele sich es keineswegs um "Knocking on heavens door" (Klopfen an die Himmelstür), unterstrich Rehling. Was nicht nur das Fachpublikum beruhigte - dieses Stück ist vor allem in der Interpretation des in seinen jungen Jahren heftigst betäubten Gitarristen und Sängers Eric Clapton bekannt.



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