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DRK Nienstädt feiert 70-jähriges Bestehen / "Hilfsbereitschaft statt Gleichgültigkeit" / Bei Blutspende mit die ersten

Foerstner: "Bei Ihnen fasst ein Rädchen ins andere"

Nienstädt (sk). Der Ortsverein Nienstädt im Deutschen Roten Kreuz besteht seit 70 Jahren. Seinen runden Geburtstag hat der Verein im Anschluss an die Jahresversammlung mit 100 Mitgliedern und Gästen in der Aula der Grundschule gefeiert.

veröffentlicht am 02.04.2007 um 00:00 Uhr

Hilde Tölke (v.l.), Lina Baake, Gertrud und Fritz Schröder sowie

"Menschlichkeit" nannte Wolfgang Foerstner als ein Schlagwort, unter dem der Ortsverein ins Leben gerufen worden war. Der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes lobte den Idealismus der Vorstands- und Vereinsmitglieder und die gute Organisation im DRK Nienstädt und dessen Aktionen. Foerstner: "Bei Ihnen fasst ein Rädchen ins andere." Bürgermeister Gerhard Widdel freute sich, dass mit den Ehrenvorsitzenden Fritz Schröder und Anneliese Hoffmeister sowie Günter Rabe - dieser erinnerte mit launigen Worte an Begebenheiten und Persönlichkeiten in Vereinsgeschichte - verdienstvolle Vorgänger der aktuellen Vorsitzenden Edith Pickerzur Feier gekommen waren. 1937 - das genaue Gründungsdatum ist nicht mehr zu ermitteln, da entsprechende Dokumente im Krieg verloren gingen - wurde der DRK-Ortsverein Nienstädt gegründet. Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform schloss sich 1964 der Ortsverein Sülbeck mit 70 Mitgliedern den Nienstädtern an. Klassische DRK-Aufgaben waren zunächst Sanitäts- und Pflegedienste, so Picker in ihrem Rückblick. Nach dem Zweiten Weltkrieg erweiterte sich der Aufgabenkanon. Sozialer Einsatz im Zuge der Vertreibung und Umsiedlung von Millionen Menschen war gefragt. Freiwillige Helfer aus dem Nienstädter DRK taten im Durchgangslager "Friedland" Dienst, betreuten die ankommenden Heimkehrer. Bei der schweren Flutkatastrophe 1962 half unter anderem Anneliese Hoffmeister. Heute ist eine zentrale Aufgabe des DRK Nienstädt die Vorbereitung und Gestaltung von drei Blutspendeterminen im Jahr. Als der DRK-Landesverband Niedersachsen das Blutspenden ins Leben rief, gehörte Nienstädt 1959 zu den Vereinen der "ersten Stunde". Vereinsmitgliederübernehmen außerdem das Packen von Paketen für Hilfstransporte, Besuche bei Kranken, Alleinstehenden und in Seniorenheimen. DRK-Frauen betreuen ältere Bürger bei Busfahrten und gestalten die Adventstafel in der Gemeinde. Picker betonte, dass es wichtig sei in der heutigen "hektischen Zeit ein bisschen Zuwendung, Licht und Wärme in die Herzen einsamer Menschen zu bringen." Und: "Hilfsbereitschaft an Stelle von Gleichgültigkeit soll weiterhin unser Ziel sein." Der Ortsverein hat im vergangenen Jahr 41 neue Mitglieder gewonnen und zählte zu Jahresbeginn 317 Mitglieder. 345 Personen kamen 2006 zu drei Blutspendeterminen. 70 Jahre gehört Katharina Ilsemann dem DRK an. Die Jubilarin konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Versammlung teilnehmen. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Anni Duberg, Elise Meese, MarleneSchönebeck, Katharina Bartels und Ingelore Sengutta geehrt.

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