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Finanzierung für Tierpflegerposten steht / Stadt sagt 10 000 Euro zu / Neues Betriebsgenehmigungsverfahren läuft

Förderverein legt sich für den Kraterzoo mächtig ins Zeug

Bad Nenndorf (oke). Der Förderverein Vogelpark am Krater Bad Nenndorf legt sich in diesem Jahr mächtig ins Zeug. Mit der Beantragung einer Betriebsgenehmigung nach EU-Richtlinien wollen die Mitglieder die Zukunft des Zoos absichern. Mit Stefanie Elsner haben die Mitglieder nun auch eine Vertretung für den derzeit verletzten Zoobetreiber Werner Schulz gefunden. Finanzielle Unterstützung erhält der Verein hierbei von der Stadt Bad Nenndorf, die sich mit 10 000 Euro an der Finanzierung der Stelle beteiligen will.

veröffentlicht am 21.03.2007 um 00:00 Uhr

Die Mitglieder des wiedergewählten Vorstands Bernhard Preuß (v.l

Der Vorsitzende Detlef Panter zeigte sich bei der Jahresversammlung des Fördervereins am Donnerstag erleichtert. Die Lücke, die die verletzungsbedingte Arbeitspause von Schulz mit sich bringe, wurde mit Elsner geschlossen. Die ausgebildete Tierpflegerin übernimmt seit sechs Monaten die anfallenden Arbeiten im Zoo. Finanziert wurde die Stelle bisher durch ein Sonderprogramm der Agentur für Arbeit, das jedoch nicht weitergeführt wird. Stattdessen hat die Stadt Bad Nenndorf 10 000 Euro Unterstützungszahlung zugesagt, die durch Vereinsmittel und Spenden ergänzt werden sollen. Für Panter ist diese Regelung ein Glücksfall. "Mit Stefanie haben wir jemanden gefunden, der den Zoo auch in Zukunft weiterführen könnte", so der Vorsitzende. Das Finanzierungskonzept sichert die Anstellung Elsners bis zum Jahresende. Somit seien die Perspektiven für den Vogelpark durchaus positiv. Auch die Beantragung einer erneuerten Betriebsgenehmigung zielt auf die Zukunftssicherung des Kraterzoos ab. Die bisherige Genehmigung stammt aus dem Jahr 1968 und gelte für alle Bauten und den Betrieb des Geländes, jedoch entspreche sie nicht mehr den aktuellen Vorgaben. Das derzeit laufende Genehmigungsverfahren hingegen richte sich nach EU-Standards, die teilweise erheblich von den bisherigen Richtlinien abwichen, betont Panter. So müssten die Rundvolieren durch kastenförmige Konstruktionen ersetzt werden, deren Einweihung für den 20. Mai geplant ist. Eine Tierbestandsaufnahme durch die untere Naturschutzbehörde, die 2006 durchgeführt wurde, brachte nur kleinere Mängel hervor, die mit geringen Mitteln beseitigt werden konnten. Dennoch komme man fürdie Finanzierung der Projekte nicht um eine Beitragserhöhung herum. Zukünftig steigen die Jahresbeiträge für Einzelmitglieder und Familien um 20 Prozent. Die Aktionen der vergangenen Jahre wie der Jazz-Frühschoppen und der Aufbau des Weihnachtsbaumes im Kurpark sollen weitergeführt werden. Des Weiteren soll der Verkauf von T-Shirts mit dem Zoologo weiteres Geld einbringen. Bezüglich des Ausbaus der B 65 und der sich daraus ergebenden Konsequenzen für den Kraterzoo wollten sich die Mitglieder nicht äußern. "Wir wollen keine Pferde scheu machen. Noch sind die Planungen noch zu unsicher." Änderungen im Vorstand sind nicht zu verzeichnen.



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