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Im Städtebausanierungsgebiet Hannoversche Straße sind bereits 3,5 Millionen Euro ausgegeben

Förderprogramm sorgt für Boom beim Bau

Bückeburg (rc). Im Städtebausanierungsgebiet Hannoversche Straße sind inzwischen 3,5 Millionen Euro an öffentlichen Zuschüssen geflossen. Damit sind bereits weit über die Hälfte der auf 5,5 Millionen Euro taxierten Gesamtsumme ausgegeben worden. Diese Zwischenbilanz zog Baubereichsleiter Karlheinz Soppe auf Anfrage unserer Zeitung.

veröffentlicht am 02.09.2008 um 00:00 Uhr

Erfolgsgeschichte Falkingsviertel: Nur zwei Grundstücke - von 55

Erst im Juli sind weitere 300 000 Euro Zuschüsse seitens des Bundes und des Landes Niedersachsen bewilligt worden. Die Zuschüsse geben Bund, Land und Stadt zu je einem Drittel. 2002 war das Programm aufgelegt worden, 2011 oder 2012 sollen alle beantragten Einzelmaßnahmen abgearbeitet sein und das zweite große Förderprogramm, in das die Stadt aufgenommen wurde, auslaufen. Förderprogramme sind für die beteiligten Städte und die umliegende Region eine Art Konjunkturprogramm. Jeder Euro öffentlicher Zuschuss setzt Nachfolgeinvestitio nen der privaten Hand in Höhe von sieben bis acht Euro in Gang. Dass das so ist, können auch Nichteingeweihte am Herzstück des Sanierungsgebietes, dem Falkingsviertel, sehen. Wo einst die Industriebrache Kögel mit leerstehenden Hallen und Gebäuden ein schlechtes Bild am Eingangsbereich der Stadt zeichnete, ist inzwischen ein innenstadtnahes Neubaugebiet zu sehen, dessen Bauflächen innerhalb weniger Monate fast komplett an Häuslebauer verkauft werden konnten. Bis auf zwei Grundstücke sind alle anderen der insgesamt 55 Bauplätze verkauft. Der größte Teil dieser Plätze ist inzwischen bebaut, die Häuser bewohnt, lediglich am Quartiersplatz sind noch zwei Grundstücke frei, die für die Bebauung mit Mehrfamilienhäuser eingeplant sind. Allein 1,2 Millionen Euro kostete es, die alten Kögel-Hallen abzureißen und Altlasten zu entsorgen. Die zwei leeren Grundstücke am Quartiersplatz sorgen dafür, dass dieser Platz - als Kommunikations-, Spiel- und Treffzentrum des Falkingsviertels geplant - noch nicht endgültig gestaltet werden kann. Zunächst soll abgewartet werden, was und welche Häuser dort entstehen. Der Zugang zum Quartiersplatz und weiter in das Wohngebiet hinein ist dagegen fast fertig. 120 000 Euro kostet die Gestaltung des Eingangsbereichs samt der Erweiterung der Spielfläche des Kindergartens Arche Noah an der Bergdorfer Straße. Im Eingangsbereich hat die Stadt mittlerweile auch den alten Kiosk samt des umgebenden Grundstücks gekauft. Der Kiosk soll abgerissen und das Grundstück verkauft werden. Bebaut werden soll es nach den Vorstellungen der Stadt mit einem zweigeschossigen Gebäude. Es soll an die vorhandene Wohnbebauung der Hannoverschen Straße angepasst werden. Einen Interessenten gibt es bisher noch nicht. Der weiterführende Grüngürtel und der Spielplatz sollen 2009 vollendet werden. Der Endausbau der Straßen erfolgt 2010. Kurz vor dem Abschluss stehen Sanierung und Ausbau der Ahnser Straße. 240 000 Euro werden dort verbaut sein, wenn die Maschinen die Asphaltdecke gegossen haben. Weitere Straßenausbauten werden in den Jahren 2010 bis 2012 folgen. Größter Brocken ist dabei die Umgestaltung und Sanierung der gesamten Hannoverschen Straße. Auch entlang der Bergdorfer Straße wird ausgebaut. Sie wird auf der nördlichen Seite einen Geh- und Radweg erhalten. Bleibt als größeres Problem noch die Frage, was mit dem Tankhof Harting passiert. Pläne für den Neubau eines Supermarktes oder einer Seniorenanlage haben sich inzwischen zerschlagen. Derzeit gibt es keine Gespräche mit dem Eigentümer oder aber mit potenziellen Investoren, was mit dieser Gewerbebrache geschehen könnte. Zufrieden ist Baubereichsleiter Soppe damit, dass auch einige private Hausbesitzer die Chance genutzt haben, und ihre Gebäude auf Vordermann gebracht haben. Denn seitens der Stadt werden auch Zuschüsse für private Vorhaben gezahlt. Wer jetzt noch sanieren möchte, erhält sogar Geld für energiesparende Maßnahmen - wenn diese Maßnahmen in einem Gesamtkonzept verankert sind. "Ein paar Gebäude hätten es noch dringend notwendig", machte Soppe klar, dass von privater Seite noch mehr getan werden könnte. Als Beispiel nannte er das Eckhaus von Obertor- und Bergdorfer Straße. "An dieser für die Stadt unbefriedigenden Eingangssituation müsste etwas getan werden."

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