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FDP-Politiker steigt in die Debatte um die Hauptschule ein

Fockenbrock: „Wir kümmern uns – wir schlafen nicht“

Hessisch Oldendorf (doro). In die Diskussion um die Zukunft der Hauptschule mischt sich nun Heinrich Fockenbrock, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion und stellvertretender Vorsitzender des Kreisschulausschusses, ein. Er legt großen Wert darauf, dass die Kommunalpolitik in der Schulstruktur-Debatte um die Hauptschule nicht hinterherhinkt: „Wir kümmern uns – wir schlafen nicht!“

veröffentlicht am 03.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2009 um 10:31 Uhr

Heinrich Fockenbrock

„Nicht nur, dass ich mich als Mitglied des Kreisschulausschusses regelmäßig um die Probleme unserer Haupt- und Realschulen vor Ort kümmere – so auch in Hessisch Oldendorf –, und wir uns als Mehrheitsgruppe mit den beiden Schulleitern darin einig sind, dass die Haupt- und Realschule nach der Pensionierung von Herrn Höfelmann organisatorisch zusammengelegt wird, wir haben mit Antrag vom 4. Juni die Kreisverwaltung auch aufgefordert, einen Schulentwicklungsplan vorzulegen“, verteidigt er die kommunalpolitischen Vorstöße seiner Partei in der Schulstrukturdebatte. Mit diesem Plan der Kreisverwaltung hätten Kreispolitiker dann die Möglichkeit, grundsätzliche und langfristige Planungen hinsichtlich des Schulangebotes an den verschiedenen Standorten vorzunehmen.

Auf die bekannten Probleme an den Hauptschulen wurde nach Ansicht des liberalen Politikers auf Landesebene ebenfalls bereits angemessen reagiert: „Durch Änderung des niedersächsischen Schulgesetzes soll ab dem 1. August nächsten Jahres die Attraktivität und die Qualität der Hauptschulen verbessert werden. Die soll vor allem durch eine Verzahnung zwischen der Vermittlung einer grundlegenden Allgemeinbildung und der Berufsorientierung verbessert werden.“

Eine Besserung der Problematik werde erzielt, wenn Berufsbildung und Berufsorientierung zum integralen Bestandteil der Hauptschulen werden und die Schüler in den Klassen 8 bis 10 an zwei, beziehungsweise an drei Tagen in der Woche an den Berufsschulen unterrichtet würden. Gleiches gelte übrigens auch für die Realschulen mit der Bildung von Profilen und Schwerpunkten in den Klassen 9 und 10 zur stärkeren Berufsorientierung.

Darüber hinaus plädiert Heinrich Fockenbrock weiterhin für das dreigliedrige Schulsystem.

„Ich denke, dass wir uns als Kommunalpolitik mit der Gründung der KGS in Bad Münder und unter anderem mit der Schaffung von 14,5 Stellen für den Einsatz von pädagogischen Mitarbeitern an den Haupt- und Realschulen auch hier sehr um unsere Haupt- und Realschulen gekümmert haben.“

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