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Nienstädts Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz zieht Bilanz

Flüchtlinge und Hort als größte Herausforderung

Samtgemeinde Nienstädt. „Die Themen, die uns 2015 beschäftigt haben, werden uns auch in diesem Jahr bewegen.“ Davon geht Nienstädts Samtgemeindebürgermeister Ditmar Köritz vor allem mit Blick auf die Unterbringung der Flüchtlinge aus. Ein weiteres „durchaus beherrschendes Thema“, das die Samtgemeinde im Blick haben müsse, sei die Hortentwicklung.

veröffentlicht am 30.12.2015 um 17:27 Uhr
aktualisiert am 03.01.2016 um 19:52 Uhr

Der an sich positive Umstand steigender Schülerzahlen führe dazu, dass nachmittags immer mehr Kinder betreut werden müssen. Das koste mehr Geld und erfordere weiteres Personal. Drei neue Kolleginnen brauche Nienstädt ab August für die Hortgruppen, sagt Köritz. Inzwischen denke die Samtgemeinde darüber nach, den Ganztagsbetrieb in den Grundschulen einzuführen. Der Rat habe einen entsprechenden Prüfauftrag an die Verwaltung erteilt, dies für 2017/2018 auszuloten.

Köritz sieht dennoch die Notwendigkeit, darüber hinaus Hortplätze vorzuhalten. „Die Ganztagsschule hört um 15.30 Uhr auf“, stellt er fest, „uns ist bewusst, wir müssen etwas Ergänzendes machen. Die Eltern brauchen Planungssicherheit.“ Die Schülerbetreuung läuft bis 17.30 Uhr. Dennoch ließe sich durch längere Schultage ein Betrag in der Größenordnung von 100 000 Euro sparen. „Wir haben auch unsere Mitarbeiter im Blick“, sagt der Verwaltungschef, der die Arbeitsplätze der Erzieherinnen und Sozialpädagogen erhalten will. Welche Lösung auch gewählt werde, „wir müssen organisatorisch etwas am Standort Nienstädt verändern“, spricht Köritz auch die Raumnot an.

Die wachsenden Ausgaben der Samtgemeinde ziehen eine Erhöhung der Samtgemeindeumlage nach sich, die bereits beschlossen wurde. Kreditaufnahmen seien für 2016 aber nicht vorgesehen, und „die Gemeinden wollen keine Steuern erhöhen“, versichert Köritz, der geringere Schlüsselzuweisungen erwartet. Dieses liege daran, dass das Steueraufkommen 2015 hoch war. Alles in allem ist er jedoch zufrieden – auch mit der Ausstattung der Mitgliedsgemeinden. Die Eröffnungsbilanzen trudeln langsam ein und sehen ganz passabel aus, meint Köritz.

Sparen kann Nienstädt, weil 2015 die Gasversorgung an die Stadtwerke Schaumburg-Lippe abgegeben wurde. „Der Prozess hat zwei Jahre gedauert“, so der Samtgemeindechef. „Die Gassparte war unterfinanziert, wir hatten einen hohen Anteil an Fixkosten“, begründet er die Entscheidung, sich vom Gas zu trennen. Für die Kunden sei der Erfolg schon messbar. „Die Stadtwerke haben ihnen einen Bonus von 0,2 Cent pro Kilowattstunde gewährt und 2016 wird es noch mal 0,3 Cent billiger.“

2016 stellt die Feuerwehr im März endgültig auf Digitalfunk um, kündigt Köritz an. Die Einwohner sollen der digitalen Entwicklung auch nicht hinterherhinken. Samtgemeinde und Mitgliedsgemeinden schließen sich dem Programm des Landkreises zum Breitbandausbau an, und im Rathaus werde es dieses Jahr eine EDV-Umstellung geben.

In der Planung für 2016 seien auch energetische Sanierungen in den Schulen und weitere Maßnahmen für die Inklusion am Standort Nienstädt. Der Anrufbus, der als Erfolgsgeschichte gilt, wird durch ein zweites Fahrzeug verstärkt.

Nach den Erfahrungen in 2015 blickt Köritz optimistisch auf die kommende Flüchtlingsarbeit. „Ich habe mich riesig gefreut über die Hilfsbereitschaft, die wir in der Samtgemeinde haben.“ Auch die Mitarbeiter in der Verwaltung zählt er dazu. „Es gehört ganz viel persönliches Engagement dazu.“ bab

Ditmar Köritz



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