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Bürgerinformation am kommenden Dienstag / Herderschule und Königsberger Straße im Fokus

Flüchtlinge: Kreis und Stadt informieren

Bückeburg. Der Landkreis Schaumburg und die Stadt Bückeburg haben gemeinsam zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Flüchtlinge eingeladen. Diese findet am Dienstag, 3. November, um 18 Uhr im Rathaussaal statt. Ein Schwerpunkt wird die mögliche Unterbringung von Flüchtlingen in der Herderschule sein. Darum wurden auch ganz gezielt die Nachbarn im Bereich Unterwallweg angeschrieben. Doch auch die Einquartierung von 100 Schutzsuchenden in Bundeswehrwohnungen an der Königsberger Straße wirft sicherlich noch Fragen auf. Wie Bürgermeister Reiner Brombach versicherte, sollen auch diese offen diskutiert werden.

veröffentlicht am 28.10.2015 um 16:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

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Karsten Klaus Redakteur zur Autorenseite

„Mit Blick auf den bevorstehenden Winter spitzt sich die Unterbringungssituation im Land derzeit zu,“ schreibt Landrat Jörg Farr in der Einladung. Der Kreis strebe zwar nach wie vor an, Flüchtlinge in Zusammenarbeit mit den Kommunen dezentral in Wohnungen unterzubringen. Allerdings sei absehbar, dass auch weitere Gemeinschaftsunterkünfte erforderlich seien. Deshalb werde derzeit die seit einigen Jahren leer stehende Herderschule am Unterwallweg hergerichtet. Farr: „Den konkreten Sachstand möchten wir gern vorstellen und Fragen beantworten.“

Neben den Verantwortlichen des Landkreises werden zur Bürgerinformation auch Bürgermeister Reiner Brombach so wie Vertreter der Arbeiterwohlfahrt und der Polizei erwartet. Brombach geht davon aus, dass die Sorge vieler Bückeburger um die Sicherheit in der Stadt an dem Abend eine wichtige Rolle spielen wird. „Wir wollen klarmachen, dass die Menschen nicht alleine dastehen“, sagte der Bürgermeister im Gespräch mit dieser Zeitung.

Durch die Ankündigung, dass gegen Ende dieser Woche weitere 100 Flüchtlinge in der Stadt erwartet werden, hat die Flüchtlingsfrage eine neue Dynamik bekommen, auch der Bereich um die Königsberger Straße rückt wieder in den Fokus des Interesses. Wie berichtet sollen die Neuankömmlinge dort in Wohnungen der Bundeswehr untergebracht werden. Das Land hatte den Landkreis per „Amtshilfeersuchen“ um die Unterbringung gebeten, da es in eigenen Einrichtungen keine freien Kapazitäten gebe.

Die Betreuung soll wieder der DRK-Kreisverand übernehmen. Wie sein Vorsitzender Bernd Koller auf Nachfrage mitteilte, sind die Planungen inzwischen angelaufen. Gestern Abend sollte eine Ortsbesichtigung stattfinden, bei der noch anstehende Fragen geklärt werden sollten. Unter anderem geht es darum, ob ein gemeinsamer Essraum eingerichtet werden kann oder ob das Essen in Einzelportionen angeliefert werden muss. „Das wäre natürlich viel aufwendiger und teurer“, so Koller. Weitere Fragen: Wo kann ein Büro für die Betreuer eingerichtet werden? Funktioniert die Telefon- und Internetanbindung? Und natürlich müssten geeignete Mitarbeiter gesucht werden. „Ehrenamtliche möchten wir diesmal wegen der großen Belastung nicht so gerne aktivieren“, sagt der DRK-Chef. Betten und Decken seien ausreichend vorhanden.

Koller hofft, dass die Neuankömmlinge zunächst übers Wochenende in der Prince Rupert School in Rinteln unterkommen können, dort gebe es derzeit freie Kapazitäten. Dann könne Anfang nächster Woche in Bückeburg in Ruhe gestartet werden.

Die ehemalige Realschule am Unterwallweg: Sie wird derzeit vom Landkreis für die Unterbringung von Flüchtlingen vorbereitet.kk



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