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Pestalozzi-Schüler vom Kultusminister für "hervorragende Leistung" geehrt

Flüchtlinge für Kalender porträtiert "Wir haben etwas für Rinteln getan!"

Rinteln (cok). Für ihren eindrucksvollen Kalender mit Portraits von Schaumburgern, die einst als Flüchtlinge aus dem Osten hier ankamen, hatten die Schüler der Klasse 10b an der Pestalozzischule einen Spitzenpreis im "Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2006" erhalten. Jetzt war eine kleine Abordnung vonihnen in Hannoverschen Kultusministerium, um noch einmal für die schöne Arbeit geehrt zu werden.

veröffentlicht am 01.06.2007 um 00:00 Uhr

Anerkennung vom Minister für die Schülerabordnung. Foto: cok

Kultusminister Bernd Busemann persönlich bedankte sich bei den Pestalozzischülern und den anderen neun Schülergruppen, die in den letzten beiden Jahren einen besonderen Preis des bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerbes nach Niedersachsen geholt hatten, mit einer Urkunde, in ihnen die Anerkennung "für eine hervorragende Leistung" ausgesprochen wurde. Insgesamt 60.000 Jugendliche hatten am diesjährigen Wettbewerb teilgenommen. Zu dieser Ehrung, die verbunden war mit Musikaufführung und einem großen Büfett, hatten sich vier Schüler und Schülerinnen von Rinteln aus allein, ohne Lehrerbegleitung, aufgemacht, eine kleine Einübung ins selbständige Handeln (ja, Schülerin Nummer fünf hatte denn auch tatsächlich den Zug verpasst...). Im Gepäck dabei war ein letztes Exemplar des Kalenders, den sie Bernd Busemann während der Feier überreichten. "Das Ganze war sehr spannend für uns", sagt Schülerin Sergjana. "Schade ist nur, dass sich Herr Busemann unseren Kalender gar nicht richtig angeguckt hat." Auch Patrizio, Jan-Philipp und Giuseppe vermissen im Nachhinein, dass die Rede des Kultusministers nur sehr allgemein gehalten war und sie nichts Genaueres über die anderen Preisträger erfahren konnten. "Er hätte ruhig ein paar persönliche Worte sagen und sich ein bisschen mehr für uns Schüler interessieren können", finden sie. Nichtsdestotrotz waren sie alle noch beseelt von dem Bewusstsein, etwas aus ihrem Schulalltag in die Stadt und ins Land getragen zu haben. "Wir haben was für Rinteln getan", sagt Giuseppe mit spürbarem Stolz. Und genau, damit diese Art von berechtigtem Stolz entstehen kann, wird Klassenlehrer Heinz Hering auch weiterhin mit den ihm anvertrauten Schülern an solchen Wettbewerben teilnehmen.



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