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Reeder mit dem Saisongeschäft zufrieden / Zuwächse bei Fahrgastzahlen / „Bodenwerder“ verkauft

Flotte Weser steuert auf gute Jahresbilanz zu

Weserbergland (kar). „Es war die richtige Entscheidung, ans Wasser zu gehen. Wir bekommen hier viel mehr mit und können schneller reagieren“: Das stellt Reeder Jörg Menze für die Flotte Weser fest, die ihr Büro vom Infocenter an der Deisterallee in die ehemalige Nudelfabrik direkt an die Weser verlegt hat. Vor Ort sei man nun näher am Fahrgast. Das habe sich ausgezahlt, meinte Menze in einer vorläufigen Bilanz zur Schifffahrtssaison.

veröffentlicht am 16.10.2009 um 09:58 Uhr
aktualisiert am 26.10.2009 um 12:54 Uhr

Reeder Jörg Menze

Eventfahrten werden immer populärer

Zwar liegen die endgültigen Zahlen erst Ende des Jahres vor, aber schon jetzt ist der Reeder sicher, dass das Vorjahresergebnis im Hinblick auf die Fahrgastzahlen wieder erreicht, womöglich sogar noch getoppt wird: „Ohne Chartergäste haben wir auf der Oberweser bislang schon 190 000 Fahrgäste befördert.“ Das Chartergeschäft, das in Hameln besonders gut lief, müsse erst noch ausgewertet werden. Aber: „Themenfahrten wie Oktoberfest und der Silvester-Törn waren wieder die Highlights“, sagt Menze. Auch zur Jahreswende 2009/2010 wird die Flotte Weser wieder mit zwei Schiffen „in See“ stechen. Menze: „Ein Schiff war schon im Januar ausgebucht.“ In Hameln werden Eventfahrten immer populärer: „Für Betriebsfeiern, Geburtstage und Hochzeiten haben wir verstärkt Anfragen.“

Insgesamt ist Menze mit der Saison zufrieden: Das Wasser der Weser habe gut bis Oktober gereicht, was vor allem für den pegelsensiblen Bereich Karlshafen wichtig sei. Alle Rund- und Linienfahrten sowie Charter-Törns seien programmgemäß durchgeführt worden. Vor allem in Bodenwerder, aber auch in Hameln, seien Zuwächse bei den Passagierzahlen verzeichnet worden. In der Rattenfängerstadt habe sich die „hervorragende regionale und überregionale Werbung“ von HMT und Stadtmarketing zum Jubiläumsjahr und zum Tag der Niedersachsen auch für die Schifffahrt ausgezahlt. Populär und stark nachgefragt waren die sogenannten Tagesprogramme, bei denen die Flotte Weser Kombi-Pakete schnürt: „Wir packen dann ein, zwei Bausteine dazu und bieten neben der Schifffstour beispielsweise eine Stadtführung oder den Besuch in der Hamelner Glashütte an“, erklärt Menze. In Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing in Bodenwerder gebe es diese Kombi-Pakete jetzt auch für Bodenwerder: „Ein großer Erfolg“, so der Reeder. Auf Wunsch würden für größere Gruppen auch individuelle Programme zusammengestellt.

Gut gelaufen, nicht zuletzt in der Rattenfängerstadt, seien die Rundfahrten: „Da sind 70 Prozent der Gäste Vorbucher, nur 30 Prozent buchen spontan“, hat Menze registriert. Bei den Linienfahrten würde die Strecke nach Rinteln nur noch zweimal in der Woche und auf Anfrage bedient. Neu angefahren wird zweimal in der Woche die Stadt der Düfte: „Eine richtige Entscheidung, Holzminden kommt an“, sagt der Reeder.

Zufrieden mit der Saison ist man bei der Flotte Weser: Die Passa
  • Zufrieden mit der Saison ist man bei der Flotte Weser: Die Passagierzahlen vom letzten Jahr könnten 2009 noch getoppt werden. Foto: Dana

Um ein Schiff auf fünf „geschrumpft“, ist die Flotte auf der Oberweser. Menze: „Wir haben die Bodenwerder verlauft. Es hat sich nicht mehr gerechnet.“ Das Schiff sei zu klein, die Spritpreise zu hoch: „Wir brauchen große Schiffe für die Charter- und Rundfahrten.“ So sei auch das größte Schiff, die Höxter, das umsatzstärkste der Saison gewesen. Dicht gefolgt von Hamelns Flaggschiff, der Hameln, die wegen ihres großen, attraktiven Salons vor allem für Event- und Charterfahrten gebucht wird.

Beim Blick in die Zukunft denkt Menze vor allem an den Markt in den Niederlanden: „Wir werden verstärkt auf Messen in Holland werben.“ Das funktioniere seit drei Jahren ganz hervorragend in Schweden mit der Göteborg-Messe: „Die Skandinavier sind treue Kunden geworden.“



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