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40-Meter-Floß wird am Freitag in Rinteln erwartet / THW und Feuerwehr dirigieren Floß ans Ufer

Flößer-Fete mit Skiffleband und Zollstation

Rinteln (wm). Am Sonnabend ist das 40 Meter lange, rund 100 Tonnen schwere Floß in Reinhardshagen gestartet, das am Freitag gegen 15 Uhr am Weseranger in Rinteln erwartet wird - eskortiert von Booten der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks, die - wie Schlepper im Hafen - das schwimmende Monstrum sicher im Bereich des Kanuanlegers an das Ufer schieben sollen. Dort werden die Flößer dann Anker werfen. Um 17 Uhr will Bürgermeister Karl- Heinz Buchholz die Flößer persönlich begrüßen und gleichzeitig die "Flößer-Fete" am Weseranger eröffnen.

veröffentlicht am 16.07.2008 um 00:00 Uhr

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Bauer Giese wird mit seinem Bratwurststand da sein, ebenso die Privatbrauerei vom Waldkater. Eine Skiffleband aus Hannover spielt Jazz "back to the roots" mit Teekistenbass und Banjo. Kinder können sich am Extaler Gewässermobil vergnügen, wo man Flüsse umlenken, Dämme bauen und Schiffe in See stechen lassen kann. Es gibt eine Zollstation wie zu Urväterzeiten und das Floß wird "Oblasten" übernehmen, heimische Produkte, die in Bremen, am Zielort, dann für einen guten Zweck versteigert waren sollen. Die Besucher dürften selbstverständlich das Floß besichtigen - die drei Steuermänner, traditionell in weißen Hemden und mit Filzhüten gekleidet, werden zeigen, wie man so einen Kaventsmann auf Kurs hält. Zu dem Projekt gehört auch ein Floßbastelwettbewerb - die selbst gebastelten Flöße sollen auf der Weser auf die Reise geschickt werden. Wessen Floß am weitesten kommt, gewinnt einen Preis. Weil Schulen wie Kindergärten bereits Ferien gemacht haben, hofft Marktmeister Jürgen Pleitner hier auf Unterstützung durch die Jugendlichen des Feuerwehrjugendzeltlagers an der Burgfeldsweide. Bei gutem Wetter wird am Abend auf dem Weseranger dann als Höhepunkt, im wahrsten Sinne des Wortes, noch der Extaler Ballon steigen. Das Floß ist am vergangenen Sonnabend in Reinhardshagen am Ufer losgefahren - übrigens bei strömenden Regen. Gebaut hat das Floß Sägewerkschef Bernd Kröhnert mit 14 Helfern. Es besteht aus 17 Fichtenstämmen, jeder gut 20 Meter lang. An Bord gibt es eine kleine Feuerstelle zum Kaffeekochen. Kapitän ist Thomas Hiddersen vom Wasser- und Schifffahrtsamt, der so ziemlich alle Schifferpatente und auch vor dem Start noch eine Testfahrt mit dem Floß unternommen hat: "Damit muss man viel vorausschauender fahren als mit jedem anderen Wasserfahrzeug auf der Weser, denn einen Rückwärtsgang gibt es nun mal nicht." Die Reise soll am Sonnabendvormittag von Rinteln weiter gehen bis Bremen, wo das Floß am 26. Juli erwartet wird. 360 Kilometer hat das Floß dann in 14 Tagen zurückgelegt.



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