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Vertrag ist unterzeichnet / Politessen werden geschult / Einsatz an Brennpunkten

Flitzer-Blitzer gegen notorische Raser: Stadt leiht Auto aus Hameln-Pyrmont

Rinteln (ur). Für einige Tage wird es in den nächsten Wochen ziemlich preiswert in Rinteln für Parksünder, denn die städtischen Politessen Kerstin Blaue und Bettina Freese-Gomolla nehmen an einer Fortbildung teil, mit der sie befähigt werden, nicht nur den "ruhenden Verkehr" zu kontrollieren, sondern auch notorischen Schnellfahrern in der Innenstadt, aber auch in den Ortsteilen beweiskräftig auf die Schliche zu kommen.

veröffentlicht am 08.09.2006 um 00:00 Uhr

Hintergrund: Die Stadtverwaltung hat mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont einen Vertrag abgeschlossen, nachdem die Rintelner das mobile Geschwindigkeits-Überwachungssystem des Nachbarkreises gegen eine recht moderate Gebühr nutzen können. "Da wir dafür keine Manpower einsetzen müssen, sondern das Bedienungs-Personal von Rinteln gestellt wird, können wir dabei entgegenkommend sein", betont Landrat Rüdiger Butte gegenüber Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz und Stadtrat Jörg Schröder beim ersten Probelauf in der Bäckerstraße. Eingesetzt werden soll das fest in einem Pkw installierte Messgerät an besonderen Brennpunkten - beispielsweise dort, wo Schrittgeschwindigkeit vorgegeben ist, dies aber immer wieder missachtet wird. Buchholz: "Uns geht es ausdrücklich nicht um Bagatell-Überschreitungen, sondern um jene Raser, die dort mit 15, 20 oder gar noch mehr Stundenkilometern als zulässig fahren und damit eine echte Gefährdung darstellen." Wer bei solchenÜberschreitungen erwischt wird, muss nicht nur mit Geldbußen rechnen - da kann es auch schon mal Punkte oder gar Führerscheinentzug geben. Diese rigorose Handhabung sei man Anwohnern und Passanten gegenüber jenen schuldig, die sich ihre Verkehrsregeln selber machen. Der Vertrag mit dem Nachbarkreis war erforderlich geworden, weil die bislang mit Rinteln kooperierende Stadt Hameln kein eigenes Messfahrzeug mehr vorhält und der Landkreis Schaumburg dabei schon seit Jahren nicht mehr im Geschäft ist. Die Suche nach einem neuen Partner ist nach Angaben von Buchholz deshalb so langwierig gewesen, weil manche Anbieterüber ein kostendeckendes Entgelt hinaus auch noch ihren Einnahmeausfall vergütet bekommen wollten. Mit Hameln-Pyrmont sei man so schnell zum Abschluss gekommen, "weil wir mit denen auf der nachbarschaftlichen Weserschiene ohnehin sehr gut kooperieren".

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