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Neue Angebote im Mittelalterdorf Bokenrode in Fürstenberg / Vorbereitung auf das Fest im August

Fleißige Bienen und ein kräftiger Schmied

Fürstenberg (fhm). „Die Waldsiedlung ist bereit, Taverne, Köhlerhütte und die Schmiede stehen zur Verfügung.“ Stolz verkündet Günter Rehling vom Projekt Begegnung das Wachsen des Mittelalterdorfes Bokenrode bei der Jugendbildungsstätte Fürstenberg.

veröffentlicht am 28.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:41 Uhr

Oliver Stellmacher (links) und Günter Rehling vor der neuen Wald
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Das Mittelalterdorf ist jetzt um eine Waldsiedlung erweitert. „Drei neue Gebäude sind entstanden, eine Taverne, eine Köhlerhütte und eine richtige Schmiede“, erläutert Oliver Stellmacher.

Das Dorf hat 24 000 neue Helfer

Der rhythmische, metallische Klang des Hammers auf dem Amboss ist für die beiden Verantwortlichen ein schöner Klang. „Unser Schmied Kay Schadendorf zeigt nicht nur den Gruppen seine Kunst, er stellt auch Beschläge, Riegel und Werkzeug für das Mittelalterdorf her.“

Vor fünf Jahren wurde das Projekt Mittelalterdorf geboren, heute stehen in dem Areal an der Jugendbildungsstätte 18 Gebäude und Unterstände. Wer nach Bokenrode kommt, erlebt eine Zeitreise ins Mittelalter. Man sieht, wie früher Leder und Holz bearbeitet wurden, kann im alten Backhaus ein frisches Brot backen, in der Schmiede die alte Handwerkskunst bewundern, dem Holzschnitzer bei der Arbeit zusehen und einen Einblick in das Leben der Menschen vor 800 Jahren gewinnen. Zusammen mit der Jugendwerkstatt und der Kreisvolkshochschule, gefördert mit Geldern der Europäischen Union, unterstützt von der Agentur für Arbeit und der Arge und mit kräftiger Hilfe des Landkreises Holzminden, der Samtgemeinde Boffzen und der Gemeinde Fürstenberg wuchs das Projekt Mittelalterdorf von Jahr zu Jahr. Inzwischen, so Günter Rehling, gebe es keine Fördergelder mehr, das Projekt müsse sich selbst tragen. Aber die Unterstützung der Gemeinden ist immer noch da und sehr stark. „Die Resonanz ist sehr gut, wir müssen während des Sommers sogar schon Gruppen ablehnen und sie auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten.“

Zurzeit wird im Dorf weiter kräftig gebaut. Es entsteht ein Strohspielplatz für Kinder, der bestimmt bei den jüngeren Gästen eine große Attraktion wird. Und natürlich laufen die Vorbereitungen für das große Mittelalterfest am 15. und 16. August. „Es wird dank der Hilfe unserer Nachbarn noch größer als in den vergangenen Jahren.“ Die Veranstalter des Projekts dürfen anliegende Grundstücke für die Auftritte der Mittelaltergruppen und die Angebote der Händler nutzen. „Die verschiedenen Mittelalter-Leute kommen aus ganz Deutschland, wir haben bei denen inzwischen einen erstklassigen Ruf“, freut sich Stellmacher über die Vielzahl der Angebote.

Neben den 14 Mitarbeitern des Projekts Begegnung an der Jugendbildungsstätte, den drei Honorarkräften im Mittelalterdorf und den ehrenamtlichen Mitarbeitern gibt es derzeit noch 24 000 weitere fleißige Helfer im Mittelalterdorf Bokenrode. Zwei Bienenvölker haben in zwei Klotzbeuten eine Heimat gefunden und sammeln fleißig Honig. Günther Petermann und Michael Pieper haben zwei Bienenvölker mit insgesamt 24 000 Tieren gestiftet. Die beiden bearbeiteten Holzstämme stammen vom Künstler Gerhard Schoppe, der den Behausungen der Bienen Gesichter geschnitzt hat. Der Imkerverein Holzminden will für das Mittelalterdorf demnächst eine Schaubeute aufstellen. Dann kann man einen Blick in das Innere eines Bienenstocks werfen und genau nachvollziehen, wie unsere Vorfahren im Mittelalter die Honiggewinnung betrieben haben.

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