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Theater-AG am Gymnasium Ernestinum entdeckt echte Schauspiel-Talente

Fleißig geprobt - leider verschoben: Sindbads Abenteuer erst im Oktober

Rinteln (cok). Früher erlebte er Abenteuer, die es würdig waren, in den 1001 Nächten der Sheherazade erzählt zu werden, heute aber langweilt Sindbad, der ehemalige Seefahrer, seine drei Ehefrauen mit den alten Geschichten. Trotzdem ist dieser Ex-Held der Star in einem höchst unterhaltsamen Musical, das am Ernestinum eigentlich morgen Premiere feiern sollte - jetzt sind die Aufführungen auf Oktober verschoben.

veröffentlicht am 04.07.2006 um 00:00 Uhr

Es sind Schüler der Theater-AG der Unterstufe, die sich seit fast einem Jahr auf das Stück "Sindbads letztes Abenteuer" vorbereiten, das vom Autor und Komponisten Felix Janosa stammt. Den kennen viele, weil er es war, der die Geschichten um den kleinen "Ritter Rost" erfand. Sven Rundfeldts Musical-AG, die schon so grandios das Musical "Hair" im Brückentorsaal begleitete, sie probt ebenfalls seit einem Jahr für all die flotten Songs und eingängigen musikalischen Begleitungen: Rock, Pop, Blues, Swing und natürlich genug orientalisches Flair. Sindbad, nicht uncharmant, lebt rheumakrank am Hof des greisen Kalifen, und rundherum versuchen kecke Eroberer, die Alten zu entmachten und selbst ans Ruder zu kommen, allen voran Schita, die Frau des Kalifen, die längst einen Geliebten hat, den sie voranbringen will. Eine schöne Tochter soll einen trotteligen Erben heiraten, gegen Sindbad werden Mordpläne geschmiedet und es ist höchst fraglich, ob sein kluger Sohn wohl die liebliche, aber schwerkranke Tochter des Kalifen zur Frau bekommen kann. Die Unterstufenschüler sind engagiert dabei, sie absolvieren tolle Tanzeinlagen, und wenn auch noch nicht alle Texte perfekt sitzen, so kann man beim Blick auf die Probenarbeit sofort sehen, dass einige echte Schauspiel-Talente dabei sind, nicht zuletzt der Held des Musicals selbst. Außerdem gefällt es allen, dass Sven Rundfeldt vor ein paar Wochen organisieren konnte, dass aus Mitteln des Fördervereins endlich eine neue Bühne für die Aula angeschafft wurde, die aus großzügigen beweglichen Elementen besteht und an einem akustisch günstigen Platz aufgebaut werden konnte. Die Schüler benutzen übrigens professionelle Headset-Mikrofone. Das ist bei Musicalaufführungen wichtig, denn sonst haben die Kinderstimmen gegen das Orchester keine Chance. Dieses Musical-Orchester ist allerbestens vorbereitet. "Ja, die Schüler sind von dem Stück wirklich begeistert", sagt Sven Rundfeldt. "Und das ist schön, denn die Arbeit, die wir alle übernehmen, die kann man nur mit echter Begeisterung schaffen." Hinweis: Dieöffentlichen Aufführungen in der Aula des Gymnasiums Ernestinum waren eigentlich für den 5. und 6. Juli geplant, so steht es auch in den gedruckten Programmen. Wie jedoch kurzfristig mitgeteilt wurde, muss wegen einer schweren Erkrankung die Aufführung auf die Zeit nach den Sommerferien, Ende September/Anfang Oktober, verschoben werden.

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