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Häuschen in Gartenkolonie zerstört / Brandursache unklar

Flammen rauben 71-Jährigem sein Zuhause

Holzminden (bs). Schicksalsschlag für einen 71-Jährigen: Das Häuschen in der Gartenkolonie im Ziegeleiweg in Holzminden, in dem er seit 30 Jahren lebt, steht am Montagmorgen in Flammen. Die Feuerwehr Holzminden kann es nicht retten.

veröffentlicht am 18.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 11:41 Uhr

Mit Schaum rücken die Feuerwehrleute gegen das Feuer in dem Häus
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Auf 30 000 Euro schätzt die Polizei den entstandenen Schaden. Doch der Holzmindener ist nicht versichert. Und selbst wenn er das Geld aufbringen könnte: Das Häuschen ist nicht bewohnbar, darf wohl auch nicht mehr aufgebaut werden. Die Stadt hat dem 71-Jährigen eine Wohnung angeboten.

Kurz vor halb sieben wird eine Zustellerin auf das Feuer aufmerksam. Sie schlägt Alarm bei der Leitstelle in Hameln. Zur gleichen Zeit wird der 71-Jährige in seinem 70-Quadratmeter-Häuschen wach. Es sind die berstenden Eternit-Platten, die er als Grundstückseinfassung verbaut hat, die ihn wecken. Der Mann stürzt aus dem Schlafzimmer, versucht, die Flammen selbst zu löschen.

Doch die finden auf dem Grundstück reichlich Nahrung. Unter dem 70 Quadratmeter großen Unterstand, der direkt an das Häuschen grenzt, hat der 71-Jährige Zahlloses gesammelt, was man so im Garten benötigt. Viel Holz ist darunter. Und auch Propangasflaschen. Eine von ihnen explodiert. Der Holzmindener kann nur noch sich retten, verfolgt fassungslos die Löscharbeiten.

Die Holzmindener Feuerwehr ist mit 63 Mann vor Ort. Eng ist es. Das Häuschen liegt weit hinten, inmitten mehrerer Gartenparzellen, ist total verbaut. Da bleibt wenig Platz für die Löscharbeiten.

Die Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, setzen schließlich Schaum ein, weil Wasser allein nicht reicht, um die Feuerwalze zu ersticken.

Und nicht nur das. Im Nachbargarten werden Hunde gezüchtet. Und eine große Dogge passt auf den kleinen Nachwuchs auf.

Gut eine Stunde brauchen die Feuerwehrleute, dann ist das Feuer unter Kontrolle. Doch nur durch den Einsatz eines Schaufelladers gelingt es, auch die letzten Brandnester abzulöschen.

Die Feuerwehr muss das Dach des Häuschens herunternehmen und Mauern einreißen. „Das Feuer hat sich in das Wohnhaus hineingefressen“, berichtet Michael Nolte, der stellvertretende Ortsbrandmeister.

Die Polizei nimmt noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen auf. Die Brandursache ist allerdings noch gänzlich ungeklärt. Die Ermittlungen dauern an.

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