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Zuluftwächter verhindert im Ernstfall einen lebensgefährlichen Unterdruck und Verbrennungsgase im Wohnraum

Flackerndes Feuer: Vertrauen gut – Kontrolle besser

veröffentlicht am 29.12.2012 um 00:00 Uhr

In rund 15 Millionen deutschen Haushalten steht ein Kamin oder Kaminofen. Tendenz steigend. Kein Wunder: Das flackernde Feuer verbreitet eine behagliche Wärme und hilft, Heizkosten zu sparen. Auch jetzt ist wieder die Zeit der gemütlichen Kaminabende. Damit das behagliche Kaminfeuer nicht zur tödlichen Gefahr werden kann, müssen die Feuerstätten, bevor sie in Betrieb genommen werden dürfen, vom Schornsteinfeger genehmigt und abgenommen worden sein. Beispielsweise darf der Kamin nur in einem – je nach Modell festgelegten – Mindestabstand zu brennbaren Materialien wie Möbeln oder Vorhängen aufgestellt werden. Zudem verlangt die Feuerungsverordnung nach Paragraf 4, Absatz 2, dass eine Sicherheitseinrichtung vorhanden ist, wenn Kamin oder Kaminofen gleichzeitig mit einem Abluftgerät wie Dunstabzugshaube oder Abluft-Wäschetrockner betrieben werden. So sorgt zum Beispiel der Zuluftwächter des Herstellers Marley dafür, dass sich die Abluft-Dunstabzugshaube nur bei geöffnetem Fenster einschalten lässt. Dadurch wird verhindert, dass ein gefährlicher Unterdruck im Wohnraum entsteht und auf diese Weise die Verbrennungsgase des Kaminofens in den Raum einströmen können. Wenn Türen und Fenster geschlossen sind, erzeugt die laufende Dunstabzugshaube einen Unterdruck, der die Verbrennungsgase des gemütlich flackernden Kaminfeuers aus dem Schornstein zurück in den Wohnraum zieht. Das geruchlose und unsichtbare Kohlenmonoxid kann sogar zum Erstickungstod führen.

Der Sensor des Marley-Zuluftwächters wird am Fensterrahmen befestigt und das Schaltgerät zwischen Abluftgerät und Wandsteckdose gesetzt. Bei geschlossenem Fenster unterbricht der Zuluftwächter die Stromzufuhr zur Abzugshaube. Wenn diese Sicherheitseinrichtung versagt, kann eine lebensbedrohliche Situation entstehen. Deshalb muss die Sicherheitseinrichtung – nach den Angaben des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks – vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) geprüft und zugelassen sein.



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