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Angelfischereiverein Emmerthal verzichtet auf Fang dieser Arten / Verein sieht sich mit Rückbau-Klage konfrontiert

Fischbestände von Aal und Äsche sind stark gefährdet

Emmerthal (gm). Im Angelfischereiverein Emmerthal ist es seit vielen Jahren Tradition, dass neue Mitglieder erst durch die Vollversammlung bestätigt werden. So auch in diesem Jahr: Fünf Jugendliche und fünf Erwachsene erhielten das einstimmige Votum des Gremiums und sind fortan Teil der aus 307 Mitgliedern bestehenden Petrijüngergemeinschaft. In seinem Jahresrückblick erinnerte Vereinschef Volker Brodhage an die relativ guten Fangergebnisse des letzten Jahres, die mit 100 Kilogramm mehr Fischausbeute geringfügig über der Bilanz von 2007 lagen. Aber auch für die Sportfischer, die ihrem Hobby an Weser, Emmer und dem Hagenohsener Kiesteich „Mollersen“ nachgehen, hat der Naturschutz allerhöchste Priorität. „In der Emmer ist die Fangquote leicht rückläufig, aber in der Weser konnten wir erfreulicherweise einen Zuwachs verbuchen“, belegte Volker Brodhage aufgrund der Zahlen seines Gewässerwartes Jürgen Hüttig und des Fischereiaufsehers Frank Brümmer. „Allerdings, und das ist ein deutlicher Warnhinweis, gehen die Bestände der Äsche und des Aales massiv zurück“, bedauerte Brodhage, der seine Angelfischereifreunde ermahnte, diese Fischarten zu verschonen. Besonders im Flussverlauf der Emmer sei der Kormoran ein natürlicher Feind der Äsche, der zwar bejagt werden darf, aber vermutlich nur dann auf Beutezug gehe, wenn kein Jäger anwesend ist. Brodhage sprach auch die unregelmäßigen Salzableitungen in die Flüsse an, die für alle Fische und die Wasserpflanzenwelt eine massive Bedrohung darstellen. „Ein konstanter Salzgehalt ist für die Fische deutlich ungefährlicher als die ständig wechselnden Verunreinigungen, die den Tieren ihren natürlichen Lebensraum vernebeln“, betonte Brodhage. Ein weiterer Punkt, der die Angelfischereifreunde aus Emmerthal schwer getroffen habe, ist die Klage eines Unbekannten, der juristisch den Rückbau der Umzäunung am „Mollersen-Kiesteich“ einfordere. „Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, wir werden für unser Recht kämpfen“, signalisierte Volker Brodhage, der mit seinen Anglern wie auch mit den Tauchern der TSG Emmerthal regelmäßig das gesamte Areal rund um den Teich pflege.

veröffentlicht am 11.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 21:41 Uhr

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Die Vorstandsneuwahlen ergaben keine Veränderungen. Einstimmig wurden Volker Brodhage (Vorsitzender), Andreas Todte (Vize), Jürgen Hüttig (Gewässerwart), Sabine Hüttig (Kassenführerin), Susanne Brümmer (Schriftführerin), Frank Brümmer (Fischereiaufseher) und Jugendwart Florian Hanke in ihren Funktionen bestätigt. Für 60-jährige Mitgliedschaft erhielten Wilhelm Kinser und Hermann Schrader jun. neben einer Urkunde auch einen Präsentkorb, der allerdings keinen Frischfisch oder Fischkonserven beinhaltete. Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit wurden Christian Eggert, Manfred Krysiak, Walter Kunze, August Queren, Helmut Rode und Dietmar Stäbe belobigt. Seit 15 Jahren sind André und Claudia Dudat, Andreas Ellermann, Stefan Literski sowie Frank und Heike Schneider im Fischereiverein dabei.

Vereinsvorsitzender Volker Brodhage (l.) zeichnete Stefan Literski, Hermann Schrader jun., Frank Schneider, Wilhelm Kinser und Christian Eggert (v. l.) für langjährige Mitgliedschaft aus. Foto: gm

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