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Heimatverein „Tundirum“ richtet Platz an der Weser her

Findling erinnert an die Männer vom Treidelpfad

Tündern (gro). Handarbeit und Körperkraft waren bis vor 120 Jahren gefragt, um benötigte Waren auf den wichtigsten Verkehrsstraßen, den großen Flüssen, zu transportieren – so auch auf der Weser mit bis zu 50 Meter langen Bockschiffen. Sie wurden durch Pferde und Menschen an langen Seilen weseraufwärts bis nach Karlshafen auf dem sogenannten „Treidelpfad“ gezogen.

veröffentlicht am 09.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 15:41 Uhr

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An einen der Rastplätze für die bis zu 50 Schiffsknechte, die solch ein Bockschiff zogen, erinnert der „Schepperort“ gegenüber dem Ohrberg an der Weser. Ein Findling mit Gedenkplatte wurde jetzt durch den Heimatverein Tündern gesetzt, eine Feuerstelle eingerichtet und der Platz mit den Steinplattentischen und Sitzbänken gepflastert. Gefördert wurde das Projekt aus dem EU-Programm Leader + mit 9000 Euro.

Herbert Habenicht, Vorsitzender des Heimatvereines Tündern „Tundirum“, dankte bei der Einweihungsfeier zur Fertigstellung des Platzes von nur gut zwei Monaten Arbeit insbesondere der Stadt Hameln für die Unterstützung, sowie dem Steinmetzbetrieb Konitz für die Erstellung der Gedenkplatte. Den Findling, gefunden am Bückeberg, stiftete der Domänenpächter Andreas Rieke aus Hagenohsen. In einer kleinen Ansprache erinnerte Habenicht an die Arbeit der Schiffsknechte und stellte unter Gelächter fest: „Wenn wir heute diese Schiffe ziehen müssten, würde das nichts. Wir haben nichts mehr in den Oberarmen, sitzen zuviel vor dem Computer.“ Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch die „Tiunegels“.

Die

Mitglieder des Heimatvereins „Tundirum“ feierten an

der Weser

die Aufstellung des Findlings mit Gedenkplatte auf dem „Schepperort“.

Foto: gro



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