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"Feuerwehr ist mehr als rote Autos"

Lauenau (nah). Ihren ganzen Frustüber ständige und oft nervenaufreibende Einsätze auf der Autobahn haben Lauenaus Feuerwehrleute zwei Tage lang vergessen wollen. Sie feierten das 110-jährige Bestehen der Organisation, nicht mit großem Festausmarsch oder anderen aufwendigen Aktionen, sondern "nur" mit viel Gemütlichkeit. Und sie klatschten frenetisch Beifall: Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier sagte Mittel für einen neuen Hilfeleistungssatz zu.

veröffentlicht am 05.06.2007 um 00:00 Uhr

450 Mädchen und Jungen aus den örtlichen Kindergärten sowie aus

Die bisherigen Rettungsgeräte, die gerade zur Bergung bei schweren Unfällen nötig werden, sind mehr als 20 Jahre alt. Nicht nur Schöttelndreier spendete Balsam für die Seelen der uniformierten Helfer, indem er ihnen "hohe Anerkennung" zollte und auch gleich eine "Anzahlung" für die fällige Ausrüstung mitgebracht hatte. Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann versprach, bei der endlich zu erwartenden digitalen Funkalarmierung "im nächsten Jahr echt Geld in die Hand" nehmen zu wollen und die Wehren vernünftig auszustatten. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy verlangte vom Bund mehr Mitverantwortung für die Einsatzkräfte entlang von Fernstraßen: "Wenn wir von den Menschen erwarten, dass sie in ihrer Freizeit Menschen retten, dann muss die Ausrüstung stimmen." Der Landtagsabgeordnete Joachim Runkel (CDU) machte sich zum Sprecher auch der übrigen Parlamentarierkollegen des Wahlkreises: "Wir alle stehen hinter unseren Feuerwehren." Zum Auftakt hatte Ortsbrandmeister Klaus-Werner Volker auf eine Darstellung der chronologischen Entwicklung desörtlichen Brandschutzes verzichtet: "Das kann jeder nachlesen." Dass jedoch "Feuerwehr mehr ist als nur Ausrüstung und rote Autos", machte er mit einer imposanten Inszenierung deutlich: Er ließ alle Aktiven - von der Kindergruppe bis zur Altersabteilung - aufstehen. Die Feierstunde bildete den richtigen Rahmen, um den soeben vom Samtgemeinderat ernannten neuen zweiten Mann in der Ortsfeuerwehr zu befördern. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Jens Löffler überreichte Stefan Ostermeier die Ernennungsurkunde. Die fällige Schirmmütze mit silberner Tresse überreichten seine Kameraden. Das Festwochenende klang am Sonntag aus mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem Treffen von Feuerwehrleuten aus allen Teilen der Samtgemeinde Rodenberg.



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