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Erster Teil der Truppmann-Ausbildung für angehende Brandschützer läuft

Feuerlöschen will gelernt sein

Bodenwerder. „Wenn ich groß bin, werde ich einmal Feuerwehrmann!“ Welches Kind hat nicht schon einmal diesen Wunsch geäußert. Was aber alles dazugehört, haben in diesen Tagen 27 angehende Brandschützer aus 14 Ortsfeuerwehren im Rahmen der Truppmann-Ausbildung Teil 1 lernen müssen. Rund 60 Stunden theoretischer Unterricht sowie praktische Ausbildung müssen die Anwärter zum Feuerwehrmann absolvieren. Dem schließen sich theoretische, praktische und mündliche Prüfungen an, bevor die Anwärter in den jeweiligen Ortsfeuerwehren weitere 40 Ausbildungsstunden in den nächsten zwei Jahren leisten müssen. Für viele ist dies eine enorme Belastung, zumal sie all diese Aktivitäten neben Schule, Ausbildung und Beruf meistern müssen. Immer wieder werden Stimmen laut, die klagen, das die Arbeit der Feuerwehren nicht ausreichend genug gewürdigt wird. Macht man sich hier jedoch klar, dass die Einsatzkräfte der Feuerwehren in unserer Region alle ehrenamtlich ihren Dienst versehen, wird vielleicht klar, welcher Einsatz hier erbracht wird. Sei es an Feiertagen, an Wochenenden, mitten in der Nacht oder auch am Tag – immer sind die aktiven Kräfte der Feuerwehr da, wenn sie zur Hilfe gerufen werden. Das bedeutet, an 24 Stunden am Tag, an 365 Tagen im Jahr stehen sie zur Nächstenhilfe bereit. Viele der neu hinzugezogenen Einwohner in den ländlichen Gebieten staunen, wenn sie erfahren, dass hier keine Berufsfeuerwehrleute Dienst versehen, sondern die Einsatzkräfte diesen Dienst ehrenamtlich neben Beruf und Familie leisten. In der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle sind 768 Männer und Frauen als aktive Einsatzkräfte registriert. Dass sich auch bei den Feuerwehren die rückläufige Bevölkerungsentwicklung niederschlägt, lässt sich nicht vernachlässigen. Umso erfreuter waren Samtgemeindebürgermeister Joachim Lienig, Feuerschutzausschussvorsitzender Andreas Klabunde sowie Samtgemeindeausbildungsleiter Thomas Schulze, dass sich unter den Lehrgangsteilnehmern neben „ehemaligen Jugendfeuerwehrmitgliedern“ auch knapp 20 „Quereinsteiger“ befunden haben, die ihren Dienst in der Feuerwehr leisten möchten. Beachtenswert ist auch, dass sich neben den 21 männlichen Teilnehmern auch wieder sechs Frauen befinden.

veröffentlicht am 03.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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Autor:

Guido Laßmann
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Bei den Teilnehmern waren die vergangenen Tage mit den recht frostigen Temperaturen nicht gerade beliebt. Dennoch galt es, alle praktischen Kenntnisse und Fertigkeiten zu erlernen. So wurde das richtige Verhalten an der Einsatzstelle ebenso gelernt wie das Zusammenkuppeln einer Saugleitung, der Einsatz einer Feuerwehrleiter und der richtige Umgang mit Feuerlöschern.

Technische Hilfeleistungen, Einsatzlehre, Löschwasserversorgung und die Brandbekämpfung gemäß der Feuerwehr Dienstvorschrift (FwDV) 3 waren weitere Themen dieser umfangreichen Ausbildung. Bis zum 4. März werden die Teilnehmer noch fleißig weiterlernen und üben, bevor es am 7. März heißt: „Prüfung!“

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