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CDU-Bürgermeisterkandidat nutzt Besuch von Minister Ehlen zum Vorstoß für mehr Synergien zwischen Stadt und Kreis

Feuerbach: "Etwas stärker als Kreisstadt profilieren"

Stadthagen (ssr). "Etwas stärker als Kreisstadt profilieren" muss sich Stadthagen nach den Worten des CDU-Bürgermeisterkandidaten Gunter Feuerbach. Dieser hat den Besuch von Landwirtschaftsministers Hans-Heinrich Ehlen (CDU) zum Anlass genommen, eine engere Verbindung zwischen Stadthagen und dem Landkreis vorzuschlagen.

veröffentlicht am 21.09.2006 um 00:00 Uhr

Minister Hans-Heinrich Ehlen trägt sich ins Goldene Buch ein.

"Aus der unmittelbaren Nähe von Stadthagen und dem Sitz des Landkreises müssen sich noch mehr Synergieeffekte ergeben", forderte Feuerbach. Das richte sich nicht gegen andere Städte im Landkreis, mit denen im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit zu kooperieren sei, fügte er hinzu - aber: "Ein kleines ,prä' sehe ich für Stadthagen da schon." "Ganz bewusst" habe er den Minister ins "Forsthaus Halt" eingeladen, fuhr Feuerbach fort, weil er diesem dort ein gelungenes Beispiel jener Zusammenarbeit vorführen wolle, die es aus seiner Sicht auszuweiten gelte. In Kooperation von Stadt und Landkreis, der Samtgemeinde Nienstädt und etlicher weiterer Einrichtungen sei dort in den vergangenen Jahren eine "vernetzte Angebotsstruktur des Landschaftsschutzgebietes Bückeberge" entstanden. Henning Holzhausen, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, beschrieb dem Minister das "Forsthaus Halt" als jagdliche Schulungsstätte. Bei der landesweit einmaligen Einrichtung kooperieren Jägerschaft, Veterinäramt und Kreisforst. "Ich staune, das klappt nicht überall so", zeigte sich Ehlen angetan. Über den taufrischen Waldkindergarten "Pützelzwerge" berichtete Vereinsvorsitzende Monique Theiß. Sie zeigte sich dankbar für die Kooperationsbereitschaft von Stadt, Samtgemeinde, Kreisforstamt und Jägerschaft. "Wir waren selbst überrascht, wie schnell die Verwirklichung geklappt hat." Bernd Nagel als Chef des Verkehrsvereins Wendthagen berichtete dem Minister, bei der kürzlich beendeten umfassenden Sanierung des Wegenetzes, seiner Ausschilderung und der Produktion einer Wanderkarte habe man die unbürokratische Hilfe der Kreisforst und des kreiseigenen "Geo-Informations-Systems" genossen. Feuerbach flocht ein, an dieser Stelle gelte es zu überlegen, auch die Aspekte Mountain-Biking und Reiten in das Naherholungskonzept einzubeziehen. Der stellvertretende Kreisförster Lothar Seidel referierte über das "abgestimmte Konzept Hochwasserschutz". Die Stadt finanziere das unkonventionelle Konzept, das vom Kreis umgesetzt werde. Ehlen zeigte sich begeistert von der "vielfältigen Kooperation der rührigen Menschen hier vor Ort". Das "Forsthaus Halt" werde für ihn eine Adresse sein, "andere hin zu schicken, damit die hier was abgucken können". Bei seinem Besuch trug sich der Minister auch ins Goldene Buch der Stadt ein.

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