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Blauröcke sind nach zehn Minuten am Einsatzort in Berenbusch / Übungsverlauf "im Großen und Ganzen in Ordnung"

Feuer und mehrere vermisste Personen im Hafen

Evesen (bus). Ein Feuer im Verwaltungstrakt des Holzkontors Interseroh im Hafen Berenbusch hat am Sonnabend um 9.45 Uhr die Sirenen aufheulen lassen. Als zehn Minuten nach der Alarmierung die ersten Blauröcke den Einsatzort erreichten, quoll dichter Rauch aus dem Gebäude. "Eine Person vermisst", bedeutete Evesens Ortsbrandmeister Bernd Schmöe den Kameraden aus Röcke. Schmöes Anwesenheit ließ rasch auf den Übungscharakter der Aktion schließen. Was die insgesamt 55 Beteiligten nicht daran hinderte, unverzüglich die Personenrettung und die Bekämpfung des vermeintlichen Brandherdes in Angriff zu nehmen.

veröffentlicht am 24.10.2006 um 00:00 Uhr

"Feuer im Hafen Berenbusch": Nach 45 Minuten haben die insgesamt

Nahezu zeitgleich mit den Röckern hatte der Rest des Zuges West (Cammer und Evesen) sowie das Tanklöschfahrzeug der Wehr Meinsen-Warber-Achum den Hafen erreicht. Erstmals bei einer Übung "auf den Dörfern" war der Einsatzleitwagen aus Bückeburg vertreten. Die Aufgabenstellung entwickelte sich im Laufe des Vormittags prekärer als zunächst vermutet. "Der erste in das Gebäude eingedrungene Atemschutztrupp befindet sich in einer Notlage", erläuterte Schmöe seinem Stellvertreter Rainer Weßling, der als Einsatzleiter fungierte. Nun galt es also, drei Personen aus dem brennenden Trakt zu retten. Aber damit nicht genug: Etwas abseits des Gebäudes fand sich ein Verletzter auf einem Bagger. Dessen Rettung, fassten während der Manöverkritik die von der Ortswehr Scheie gestellten Schiedsrichter zusammen, hätte zwar in Zusammenarbeit mit Interseroh-Mitarbeitern hervorragend geklappt, der Transport des "Verletzten" sei indes verbesserungsbedürftig. "Beim nächsten Mal das Festschnallen nicht vergessen." Im Großen und Ganzen sei allerdings "alles in Ordnung" gewesen, bilanzierte das Trio. "Besonders von der Abstimmung her ist die Übung gut gelaufen." Einziges wirkliches Manko der etwa 45-minütigen Aktion war der nicht völlig störungsfreie Funkverkehr, der zwischenzeitlich eine Kommunikation vom stockfinsteren Gebäudeinneren nach außen verhinderte. "Das darf im Ernstfall nicht passieren", sagte der Ortsbrandmeister. Jörg Große-Wortmann war's dennoch zufrieden. "Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Wehren ist für uns immens wichtig", erläuterte der Interseroh-Niederlassungsleiter und spendierte den Blauröcken mehrere Liter "Löschwasser".

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