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Handwerker in Klinik eingeliefert

Feuer in Wohnung entdeckt - Brand gibt Rätsel auf

Hameln (ube). Die Feuerwehr hat am Donnerstagvormittag ein Feuer in der Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses an der Hamelner Sertürnerstraße gelöscht. Der Handwerker, der den Brand wenige Minuten nach 8 Uhr entdeckt hatte, wurde mit einem Rettungswagen zur Notaufnahme des Sana-Klinikums gefahren. Jetzt beginnt die Ursachenforschung - und die gibt Rätsel auf.

veröffentlicht am 02.07.2015 um 09:58 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:21 Uhr

Feuer
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Was hat das Feuer in der Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses an der Sertürnerstraße ausgelöst? Die Hamelner Polizei sucht derzeit eine Antwort auf diese Frage. Der Fall gibt Rätsel auf. Fest steht bislang nur: Der Brand ist am Donnerstag zwischen 7.30 Uhr und 8.05 Uhr in der Küche ausgebrochen. Zu dieser Zeit war allerdings niemand zu Hause. Die Wohnung wird gerade renoviert. Verschiedene Handwerker führen dort Arbeiten aus. Die Mieterin halte sich schon seit Wochen bei ihrer Tochter auf, sagte ein Polizeibeamter. Gestern Vormittag gegen 7 Uhr brachte ein Klempner Werkzeug vorbei. Er soll die Wohnung etwa eine halbe Stunde später wieder verlassen haben. Als der 33-Jährige gegen 8 Uhr zurückkehrte, brannte es. Er setzte sofort einen Notruf ab. Ein Rettungsteam der Feuerwehr brachte den Installateur zu Notaufnahme des Sana-Klinikums – er soll sich eine Rauchgasvergiftung zugezogen haben. Nach Angaben der Polizei ist der Mann stationär aufgenommen worden. Die Tatort-Gruppe hat den Brandort beschlagnahmt und die Korridortür versiegelt. Brandursachenermittler suchten kurz darauf im Schutt nach Spuren.
 Haupt- und ehrenamtliche Kräfte der Hamelner Feuerwehr waren mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen angerückt. Trupps rüsteten sich schon auf der Fahrt mit schwerem Atemschutz aus. Als Feuerwehrleute die Tür öffneten, kam ihnen pechschwarzer Rauch entgegen. „Wir konnten die Hand vor Augen nicht sehen“, erzählt Oberbrandmeister Christian Voss. Alle Zimmer seien verqualmt gewesen. Die Flammen in der Küche waren rasch gelöscht. Dort sei es sehr heiß gewesen, sagte Ortsbrandmeister Emil Burose. Mit einem Hochdrucklüfter wurden giftige Gase ins Freie gedrückt. Weil unklar war, ob Lötzinn geschmolzen war, wurden sofort Gas und Strom abgestellt. „Wir haben vorsorglich mit einem Explosionswarngerät nach einem zündfähigen Gas-Luft-Gemisch gesucht“, sagt Brandoberamtsrat Andreas Zerbe, der den Einsatz geleitet hat. Mit einer Wärmebildkamera versuchten die Männer, versteckte Glutnester aufzuspüren. Zudem wurden alle Wohnungen kontrolliert und gelüftet. Die Polizei schätzt den Schaden, der durch Feuer, Hitze und Ruß entstanden ist, auf mehrere Zehntausend Euro.



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