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Polizei: "Hinweise auf ausländerfeindlichen Hintergrund aktuell nicht erkennbar“

Feuer in Wohnung einer syrischen Familie wurde vorsätzlich gelegt

Bad Münder (ube). In der ersten Etage eines Zweifamilienhauses am Albert-Schäfer-Weg in Bad Münder ist am Sonntag zu nachtschlafender Zeit ein Feuer ausgebrochen. Die Bewohner, eine 27 Jahre alte Frau aus Syrien und deren drei Kinder (3, 7, 9), die bereits seit Jahren in Deutschland leben, waren glücklicherweise nicht zu Hause. Derzeit geht die Polizei von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus. Der Brandort wurde für weitere Untersuchungen beschlagnahmt. „Wir ermitteln derzeit  in alle Richtungen. Hinweise auf einen ausländerfeindlichen Hintergrund sind aktuell nicht erkennbar“, sagte Oberkommissar Jens Petersen am Nachmittag.

veröffentlicht am 10.01.2016 um 14:08 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 11:41 Uhr

Feuer
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Die Wohnung sei zum Teil ausgebrannt und Räume im Erdgeschoss durch Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen worden, hieß es. Der Schaden wird auf mehr als 80000 Euro geschätzt.

 

Als die Feuerwehr das Reihenendhaus erreichte, schlugen bereits Flammen aus einem Wohnzimmerfenster, stand eine Rauchsäule über dem Gebäude. Zwei Hausbewohner aus dem Erdgeschoss, eine 36 Jahre alte Frau und ein 29 Jahre alter Mann, waren vom Piepen eines Rauchmelders geweckt worden und hatten sich deshalb rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Im Treppenhaus roch es zu diesem Zeitpunkt bereits nach Feuer. Das Paar wählte um 3.45 Uhr den Notruf 112.

 

Als die Feuerwehr Bad Münder das Haus wenig später erreichte, brannte ein Zimmer mit Balkon bereits lichterloh. Das Nachbarhaus  sei vorsorglich evakuiert, worden, teilte Polizeioberkommissar Jens Petersen mit. Feuerwehr-Einsatzleiter Lars Kölle forderte sofort Verstärkung an. Weitere Kräfte aus der Kernstadt und Hamelspringe fuhren zum Brandort. Vor allem Atemschutzgeräte-Träger wurden benötigt. Zwei Löschtrupps bekämpften das Feuer von innen, aber auch aus dem Korb der Drehleiter wurde Wasser in den brennenden Raum gespritzt. Um 4.08 Uhr wurde die Alarmstufe abermals erhöht. Freiwillige aus Beber, Böbber, Bakede und Egestorf und ein Fachberater des Technischen Hilfswerks aus Hameln eilten zum Brandort. Das Feuer sei zwar schnell unter Kontrolle gewesen, die Flammen hätten das Wohnzimmer allerdings verwüstet und nicht viel von der Einrichtung übriggelassen, sagte Feuerwehrsprecher Marko Klose.



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