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SPD-Neujahrsempfang: Bürgermeister Hellmann möchte Stadthagen in die erste Liga führen

"Feuer der Aufbruchstimmung" entfachen

Stadthagen (ssr). "Ein Feuer der Aufbruchstimmung" möchte der Stadthäger Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) in der Kreisstadt entfachen. Als Hauptredner beim Neujahrsempfang der Stadthäger SPD vor rund 250 Gästen gestern Mittag im Ratskeller formulierte Hellmann das mittelfristige Ziel, Stadthagen "in die erste Liga gleichgroßer Städte", und da möglichst "an die Tabellenführung" zu bringen. Konkret für das Jahr 2007 sieht der Bürgermeister gute Chancen, den derzeitigen wirtschaftlichen Aufschwung "nach Stadthagen zu holen".

veröffentlicht am 15.01.2007 um 00:00 Uhr

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Der leidenschaftliche Hobby-Sportler Hellmann kleidete seine politische Redeüber weite Strecken in die Fußballersprache. Dabei bezeichnete er sich als die Ziele vorgebender Trainer der Mannschaft der Stadtverwaltung. Zwar würden die Tore von den Spielern auf dem grünen Rasen geschossen, aber: "Wenn es nötig wird, gehe ich mit auf's Spielfeld und mache es vor." Hellmann beschrieb sich darüber hinaus auch als Motivator für das Team der ganzen Bürgerschaft. Jeder könne seinen Beitrag zum Aufschwung beitragen: "Wir brauchen auf kommunaler Ebene einen großen Spielerkader." Damit Stadthagen die Tabellenführung schaffe, "müssen wir offensiven Fußball spielen", rief Hellmann mehrfach und mit großem Nachdruck in der Stimme zur aktiven Mitgestaltung auf. An mehreren Stellen machte der neue Bürgermeister deutlich, wo er 2007 besondere Akzente setzen will: "Schnellstmöglich" soll ein Wirtschaftsförderer eingestellt werden. Dem wichtigen "Leitbild"-Prozess fehle eine durchgängige Gesamtstragetie. Folge: "Die wertvollen Einzelmaßnahmen müssen gebündelt und stärker auf ein Gesamtziel ausgerichtet werden." Die bisherige Vermarktungsstrategie der Gewerbeareale müsse "kritisch überprüft" werden, die Ansiedlungserfolge seien bislang "eher bescheiden". Die Anreize für Ansiedlungen müssten weiter verbessert werden. Im Rathaus soll ein Bürgerbüro eingerichtet werden, dessen Einzelheiten allerdings sorgfältig zu planen seien. Großes Augenmerk werde auf die Familienpolitik gelegt: "Wir steigen jetzt konkret in die Planung für ein Familienzentrum ein." Die Öffnungszeiten der Kindergärten werden bedarfsgerecht ausgeweitet - Gespräche dazu seien in vollem Gange. Ohne den allgemeinen Trend zur "Grünen Wiese" vollends aufhalten zukönnen, werde Stadthagen als Einkaufsstadt weiter "mit dem Pfund Altstadt wuchern". Im Bereich der Fußgängerzone sei in diesem Jahr einiges Positive zu erwarten, deutete Hellmann an. In auffallend locker aufgeräumter Stimmung zeigte sich SPD-Stadtverbandsvorsitzender Karsten Becker als Moderator. In teils humoriger Weise streifte er einige lokale Themen, formulierte aber auch nachdenklich den Anspruch an die Kommunalpolitik: "Wir sollten uns nicht die Blöße geben, immer nur auf eine unmittelbare positive Wirkung beim Publikum zu schielen." In seinem Grußwort kam Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier (SPD) auf die Verbesserung des Anschlusses der Kreisstadt an die Autobahn 2, also den Ausbau der Bundesstraße 65 zu sprechen: "Wir müssen diese Chance jetzt nutzen, eine weitere kriegen wir nicht mehr." Im laufenden Jahr gelte es, die beiden Problemzonen Kobbensen und Bad Nenndorf zu lösen, sagte der Landrat.

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