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Rolfshagen: Aus Schnuppen wird gesellschaftlicher Treffpunkt / Mann der ersten Stunde geehrt

Festakt für 50 Jahre altes Schützenhaus

Rolfshagen (la). Im Mai 1958 ist der erste Spatenstich für das Schützenhaus in Rolfshagen erfolgt und schon drei Monate später konnte Einweihung gefeiert werden. Inzwischen sind 50 Jahre vergangen, was der Schützenverein Rolfshagen zum Anlass für einen Festakt nahm: Hierzu begrüßte der Vorsitzende Kay-Uwe Wiechmann über 70 geladene Gäste der örtlichen Vereine sowie Bürgermeister Thomas Priemer und Ortsvorsteher Rüdiger Teich.

veröffentlicht am 29.09.2008 um 00:00 Uhr

Schießsportleiter Mario Cascino (v.l.), Vorsitzender Kay-Uwe Wie

Der zweite Vorsitzende Norbert Monden ließ noch einmal die Geschichte des Hauses aufleben. Bereits 1934 wurde in der Mergelkuhle, dem heutigen Standort des Schützenhauses, ein kleiner "Schuppen" errichtet, in dem die Utensilien aufbewahrt wurden, die man für den Schießsport benötigte. Später fand das Luftgewehrschießen im Vereinslokal von Willi Brinkmann statt, bis man sich nach langen Diskussionen 1957 dazu durchringen konnte, einen Zweckbau zu errichten. Der damalige Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende Fritz Schönbeck setzte sich mit seinem Vorstand gegen den Vorschlag durch, statt eines eigenen Vereinshauses ein Gemeinschaftshaus für alle örtlichen Vereine zu bauen. Geplant wurde also das Schützenhaus - im ersten Kostenvoranschlag war von 16 900 Mark die Rede, dann wurde in Eigenleistung ein Haus für 9000 Mark errichtet. Damals viel Geld, das der Verein nicht hatte. Ein Darlehen musste aufgenommen werden. Außerdem musste jedes der 47 Schützenmitglieder 50 Mark als Darlehen beisteuern und 30 Stunden Arbeitseinsatz leisten. Jede Fehlstunde wurde mit einer Mark belastet. "Aus dem alten Stundenbuch geht hervor, dass insgesamt 1401 Stunden lang an dem Haus ehrenamtlich gearbeitet wurde", so Norbert Monden, der die Leistung seiner Vorgänger würdigte. Das Haus wurde 1974 und 1983 noch einmal vergrößert und umgebaut und bietet heute eine Schießsportanlage, die allen Wünschen gerecht wird. "Wir haben Stände für Kleinkaliber- und Luftgewehrschützen, aber auch Pistolen- und Vorderladerschützen können hier ihren Sport nachgehen", so Monden weiter. Die Schießhalle ist ein Mehrzweckraum, der für vielfältige Veranstaltungen genutzt wird. Darum auch Mondens Appell zum Schluss: "Haltet in Ehren, was geschaffen wurde, zum Wohle des Schützenvereins, aber auch für die örtliche Gemeinschaft." Den Gemeinschaftsgedanken wollte dann auch der Bürgermeister in den Vordergrund stellen. Priemer leitete aus dem "ungewöhnlichen" Jubiläum eine Berechtigung für die Allgemeinheit ab, die in Zukunft das Haus weiter als gesellschaftlichen Mittelpunkt nutzen soll. Als ein Mann der ersten Stunde nahm Heinrich Dieterich stellvertretend für die vielen freiwilligen Helfer beim Hausbau eine Ehrennadel entgegen. Zudem bedankte sich der Vorsitzende bei Willi Jürgens für die 40-jährige und bei Willi Crede für die 50-jährige Vereinsmitgliedschaft. Zur Erinnerung an das Schützenhausjubiläum wurde eine Vereinschronik auf Glas in der Schießhalle aufgehängt.

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