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Verträge zwischen Stadt Hameln und HWG sollen bis zum Jahresende unterzeichnet sein

Fertige Pläne für Wohnprojekt Feuerwache

Hameln (HW). Geht es nach den bereits vorliegenden Plänen der Hamelner Wohnungsbaugesellschaft, kurz HWG genannt, könnte Ende 2012 auf dem Gelände der ehemaligen Feuerwache am Ostertorwall eine neue Wohnform vollendet sein: Generationen übergreifendes Leben im Herzen der Altstadt. „Es gibt immer mehrMenschen, die bis ins hohe Alter selbstständig wohnen möchten“, sagt Andreas Wahl.

veröffentlicht am 01.07.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Hameln (HW). Geht es nach den bereits vorliegenden Plänen der Hamelner Wohnungsbaugesellschaft, kurz HWG genannt, könnte Ende 2012 auf dem Gelände der ehemaligen Feuerwache am Ostertorwall eine neue Wohnform vollendet sein: Generationen übergreifendes Leben im Herzen der Altstadt. „Es gibt immer mehrMenschen, die bis ins hohe Alter selbstständig wohnen möchten“, sagt Andreas Wahl. Doch der Geschäftsführer der HWG, der das Projekt Feuerwache maßgeblich vorangetrieben hat, wird weder den ersten Spatenstich noch die Eröffnung in seiner jetzigen Funktion erleben. Er kehrt der HWG und Hameln zum 31. Juli einvernehmlich den Rücken, um sich in Hannover neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Mit dem 45 Jahre alten Immobilienmanager Christian Mattern aus Berlin ist vom HWG-Aufsichtsrat bereits ein Nachfolger bestellt worden. Der Vater eines Kindes beginnt seinen Dienst in der Rattenfängerstadt zum 1. August.

Gern hätte Wahl das Projekt Feuerwache zu Ende geführt. „Aber die Verhandlungen mit der Stadt sind zäher gelaufen, als ich es mir vorgestellt habe. Allerdings ist zwischenzeitlich alles auf den Weg gebracht“, sagt der Hildesheimer. Zwar seien die entsprechenden Verträge immer noch nicht unterzeichnet, doch gebe es inzwischen ein Ankaufsrecht. „Die HWG kann zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem festgeschrieben Preis das Areal kaufen“, erläutert Wahl. Auch die Verhandlungen mit den Versorgern Enertec und Stadtwerke Hameln stünden kurz vor dem Abschluss. „Das ist alles nur noch Formsache“, so der Geschäftsführer, der davon überzeugt ist, „dass die Sache zum Jahreswechsel über die Bühne geht“. Allerdings müsse sich sein Nachfolger zunächst in die Materie einarbeiten und die Finanzierbarkeit prüfen. Dabei gelte es auch zu klären, ob das Vorhaben mit öffentlichen Mitteln gefördert werden könne. Die Pläne für die Verwirklichung dieses anspruchsvollen Projekts allerdings sind weit vorangeschritten – bis zu fertigen Modellen. Und auch die Stadt hat großes Interesse daran, das Areal der ehemaligen Feuerwache endlich einer neuen Nutzung zuzuführen. Entsprechend auch das Entgegenkommen in Sachen Preis. Die sogenannte Banneitz‘sche Villa, die die Stadt gern der HWG nebst Grund und Boden übertragen hätte, bleibt laut Wahl ausgeklammert. „Wir haben aber die angrenzende Grünfläche eines ehemaligen Spielplatzes übernommen und in unsere Planungen einbezogen“, berichtet Wahl über den neuesten Stand. Entstehen sollen auf dem Areal eine Vielzahl 40 bis 100 Quadratmeter großer Wohnungen mit diversen Gemeinschaftseinrichtungen für Kommunikation. Auch die Eröffnung eines Cafés unter den Arkaden des ehemaligen Feuerwehhauses ist geplant.

„Das gesamte Projekt soll diesem Stadtgebiet eine neue Lebendigkeit geben, ihn wachküssen – dazu gehören auch kleine Einkaufsläden im Erdgeschoss“, kündigt Wahl an. Ohne ins Detail gehen zu wollen verrät der scheidende Geschäftsführer, dass es unter den Modellen bereits den favorisierten Entwurf eines Hamelner Architekten gibt, der alle Kriterien erfüllt, „und der wohl auch den Zuschlag bekommen wird“, wie Wahl vermutet. In diesen Entwürfen werde beispielsweise eine Barrierefreiheit auf allen Ebenen garantiert. Auch dem Innenhof soll bei der Verwirklichung des „Wohnprojekts Feuerwache“ eine neue Bedeutung verliehen werden – etwa für Veranstaltungen. Er soll zudem zwischen Ostertorwall und Neue Marktstraße durchlässig gestaltet sein, damit auch Fußgänger ihn nutzen können, so der HWG-Geschäftsführer, der schon jetzt von einem großen Interesse an dieser Wohnform nebst Vormerkungen zu berichten weiß. Wahl ist sehr daran gelegen, dass das Projekt Feuerwache den vorliegenden Plänen entsprechend verwirklicht werden kann. Und auch, wenn er das HWG-Schiff nicht mehr selber steuern wird, so will er die weitere Entwicklung verfolgen. „Und vielleicht“, so hofft Wahl, „werde ich ja dann zur Einweihung eingeladen.“

Der scheidende HWG-Geschäftsführer Andreas Wahl mit einem Modell der ehemaligen Feuerwache. Grün der denkmalgeschütze Gebäudebestand, gelb die geplanten Neubauten. Foto: HW



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