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Biogasanlage soll im Dezember in Betrieb gehen /Öffentlicher Informationsabend am 25. Oktober

Fermenter "fressen" täglich 20 Tonnen Biomasse

Hattendorf (la). Im Juni dieses Jahres haben Karl-Ludwig Oldendorf und Friedrich Biesterfeld den ersten Spatenstich für die Biogasanlage gemacht, seitdem hat sich auf dem Grundstück von Oldendorf viel getan. Enorme Erdmassen wurden bewegt und Stein mit Hilfe einer Fräse abgetragen. Jetzt sind Mitarbeiter der Firma "WELtec BioPower" aus Vechta mit dem Bau der Anlage beschäftigt. Die vier Edelstahlbehälter stehen bereits.

veröffentlicht am 18.10.2007 um 00:00 Uhr

Die vier Edelstahlbehälter für die neue Biogasanlage stehen bere

Die beiden 2400 Kubikmeter großen Fermenter mit einem Durchmesser von 22,5 Metern und einer Höhe von 6,28 Metern sind fast fertig. "Ein Fermenter muss noch gedämmt und verkleidet werden", erzählt Oldendorf. Im November sollen beide zum ersten Mal mit Biomasse befüllt werden. Das Endlager, das 5000 Kubikmeter der nach der Verarbeitungübrig bleibenden Biomasse fasst, bekommt noch ein Dach. Das Technikhaus ist im Rohbau. "In der nächsten Woche kommt der Motor für die Anlage und wird mit einem Kran in das Gebäude gesetzt", verrät Biesterfeld. Dann müssen noch die Anschlüsse verlegt werden. "Es gibt noch eine Menge zu tun, aber wir hoffen, dass wir Mitte Dezember mit der Anlage in Betrieb gehen können", so Oldendorf. Die notwendige Biomasse - 20 Tonnen werden täglich benötigt - ist bereits in riesigen Plastikschläuchen eingelagert. In der kommenden Woche soll der Mais geerntet werden. Wenn die 500-KW-Anlage gut und rentabel läuft, wollen die beiden Landwirte sie eventuell auf eine 1,2-Megawatt-Anlage erweitern. Hierzu muss allerdings der Bebauungsplan geändert und ein Teil des Landschaftsschutzgebietes gelöscht werden. Dafür liegt noch keine Genehmigung vor (wir berichteten). Die Anwohner in Hattendorf befürchten eine Belästigung durch mehr Verkehr für die An- und Ablieferung. "Wir wissen noch nicht, ob und wann wir die Anlage erweitern, wenn wir eine Genehmigung bekommen. Aber wir möchten uns die Option offen halten", sagen die Landwirte. Eine größere Beeinträchtigung der Anwohner sehen sie nicht. "Wir würden nur zwei Tag mehr Ernte einfahren", so Oldendorf. Um den aktuellen Planungsstand für die 1,2-Megawatt-Anlage darzulegen, lädt die Gemeinde Auetal alle interessierten Einwohner zu einer Informationsveranstaltung ein, die am Donnerstag, 25. Oktober, um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Hattendorf stattfinden soll. Im Frühjahr wollen Oldendorf und Biesterfeld interessierte Bürger zu einem Tag der offenen Tür einladen, um ihnen die 500-KW-Anlage zu zeigen.

Mitarbeiter der Firma "WELtec BioPower" aus Vechta verkleiden de
  • Mitarbeiter der Firma "WELtec BioPower" aus Vechta verkleiden den Behälter, der als Endlager dient.
Karl-Ludwig Oldendorf (l.) und Friedrich Biesterfeld packen beim
  • Karl-Ludwig Oldendorf (l.) und Friedrich Biesterfeld packen beim Bau ihrer Biogasanlage mit an.

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