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Verein für deutsche Sprache regt bewusstes Sprechen an / "Soll keine Generationssache werden"

"Feierabend-Fest" statt "Afterwork-Party"?

Stadthagen (ks). "Sprache erst einmalüberhaupt zum Thema machen" - das sei ihr vorrangiges Anliegen, betonen Henning Bothe und Wolfgang Meyer-Marcotty, Stadthäger Mitglieder des "Vereins für deutsche Sprache". Und die deutsche Sprache müsse gepflegt werden, so Bothe, sonst komme es "zu einer Verarmung unserer gesamten Kultur". Dashaben Bothe und Meyer-Marcotty aus Anlass des "Tages der Deutschen Sprache" deutlich gemacht.

veröffentlicht am 05.10.2006 um 00:00 Uhr

Weder der Bundesvorstand des Vereins, der in Dortmund seinen Sitz hat, noch die beiden Mitglieder der "Region Wunstorf-Stadthagen" wollen dabei aber einen Feldzug gegen Fremdsprachen antreten. Ganz im Gegenteil seien andere Sprachen im Zeitalter der Globalisierung ein wichtiger Bildungsschwerpunkt. Jedoch sollten Fremdsprachen auch als solche verstanden werden, fordern Bothe und Meyer-Marcotty. Es sei immer wieder hilfreich, sich deutlich zu machen, "wie man eigentlich spricht und ob es auch anders geht", schlägt Bothe vor. Jeder könne einmal versuchen, für nur einen Tag, so wenig anderssprachige Begriffe wie möglich zu gebrauchen, schlagen die beiden vor. Vielleicht besucht man dann statt einer "Afterwork-Party" doch lieber ein kleines "Feierabend-Fest". Demnächst möchten Bothe und Meyer-Marcotty aber nun offensiver werden und eng mit Schulen zusammenarbeiten. "Es soll keine Generationssache werden", sagte Bothe und erklärte, dass durch Lyrikwettbewerbe auch junge Leute angeregt werden sollen, ihre Muttersprache wieder bewusst zu gebrauchen. Da vor allem die Geschäftswelt sich gerne fremdsprachiger Begriffe bedient, um moderner zu wirken, schlagen die Mitglieder auch Schaumburgs Unternehmen regelmäßig vor, in Auszeichnungen und Werbung über einen kurzen Zeitraum nur deutsch zu verwenden. "Eine Drogeriekette mit Niederlassung in Stadthagen ist hierbei schon seit einiger Zeit sehr erfolgreich."

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