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Ukrainische Gruppe „Rodoslav“ bringt Adventsfeier des Altenpflegeheims „Gümmerscher Hof“ in Schwung

Feier mit „Anton aus der Ukraine“

Lindhorst (gus). Eine stimmungsvolle Adventsfeier haben die Bewohner und einige Gäste des Altenpflegeheims „Gümmerscher Hof“ erlebt. Die ukrainische Musikgruppe „Rodoslav“ aus Hessisch Oldendorf bescherte dem Publikum eine lebhafte Zeit.

veröffentlicht am 20.12.2011 um 13:27 Uhr
aktualisiert am 20.12.2011 um 19:46 Uhr

Heimleiter Wolfgang Reck dürfte keine Rückmeldung zum Rahmenprogramm erhalten, das die Pflegeeinrichtung auf die Beine gestellt hat. Denn Reck hatte die Feiernden eingangs gebeten: „Wenn Ihnen das Programm gefällt, dann sagen Sie es weiter an Verwandte und Bekannte. Wenn nicht, dann sagen Sie es mir.“

Angesichts des Applauses für die Musiker dürften daher still geblieben sein. Ein großes Risiko war Reck allerdings auch nicht eingegangen: Bereits in 2010 waren die Zuhörer vom Vortrag der ukrainischen Musiker beeindruckt gewesen.

Als Weihnachtsmann – beziehungsweise „Väterchen Frost“ – verkleidet kam der Sprecher der Musikgruppe in die Bewohnerweihnachtsfeier hereinspaziert und kündigte ukrainische, russische und deutsche Weihnachtslieder an. Die stimmgewaltigen Sängerinnen und Sänger sowie der sie begleitende Akkordeonist hatten wenig Mühe, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen.

Ein Akkordeon-Solo von „Anton aus der Ukraine“, nicht aus Tirol, wie Chor-Sprecher Eduard schmunzelnd erklärte, sowie eine A-cappella-Nummer belegten die Klasse der Musiker. Und die osteuropäische Folklore bewies, dass Weihnachtslieder nicht zwingend feierlich-bedächtig klingen müssen, sondern auch fröhlich und beschwingt daherkommen können, ohne Kinderlied-Charakter zu besitzen.

Den Bewohnern gefiel es ebenso wie Willi Stummeier, der seit drei Jahren Bewohner des „Gümmerschen Hofs“ besucht. Die ehrenamtliche Arbeit bereite ihm viel Vergnügen, zweimal pro Woche kommt der Beckedorfer in die Pflegeeinrichtung. Auch eine Skat-Gruppe habe er ins Leben gerufen – diese hat aber nicht „durchgehalten“, ganz anders als das Publikum bei der Weihnachtsfeier.



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