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Fehlalarm an Pyrmonter Herderschule

Mit einem nicht alltäglichen Fall an der Herderschule muss sich die Polizei beschäftigen: Wurde der Alarmknopf eines Feuermelders mutwillig gedrückt, oder haben Teile einer zersplitterten Kartoffel den Einsatz der Feuerwehr ausgelöst? Der Löschzug der Kurstadt wurde gestern gegen 9.45 Uhr alarmiert – ausgelöst durch den eingedrückten Feuermelder in der Herderschule. Die Schüler mussten sämtlich über die ausgewiesenen Rettungswege das Gebäude verlassen und die Sammelstellen aufsuchen, wo ihre Anwesenheit kontrolliert wurde. Beim Eintreffen der Feuerwehr stellte sich dann heraus, dass es sich um einen Fehlalarm gehandelt hat. „Ausgelöst durch mutwilliges Drücken des Alarmknopfes“, erklärte Stadtbrandmeister Michael Kuhn und verwies an die Polizei. Die bestätigte zwar den Vorfall, nicht aber die Mutwilligkeit. Ein Schüler habe sich beim Eintreffen der Beamten freiwillig gemeldet und eine Geschichte erzählt, die die Ermittler stutzig machten, allerdings von fünf Zeugen bestätigt wurde, wie ein Polizeisprecher erklärte. Der 16-Jährige will mit ganzer Kraft eine rohe Kartoffel auf die Erde geschmissen haben, die auf der Erde zersplittert sei. Teile des Erdapfels wären dann in den in etwa 1,20 Meter Höhe hängenden Alarmkasten geflogen, hätten die Scheibe zerdrückt und den Alarmknopf ausgelöst. „Wir haben unsere Zweifel an dieser Version und ermitteln jetzt wegen des Verdachts auf Missbrauch von Notrufanlagen“, hieß es im Kommissariat. Gegen den 16-Jährigen sei Strafanzeige gestellt worden.

veröffentlicht am 03.06.2015 um 12:57 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:41 Uhr



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