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Liberale umreißen ihre Schwerpunkte für das laufende Jahr / Mit Streifen des Ordnungsamtes gegen "Schandflecken"

FDP legt ihr Augenmerk auf Krippen und Ganztagsschulen

Bückeburg (rc). Die FDP will in diesem Jahr den Ausbau von Krippenplätzen, die Einführung der offenen Ganztagsschule an allen Grundschulen der Stadt sowie die Einrichtung eines Bewegungskindergartens forcieren, sich aber auch für mehr Sauberkeit in Bückeburg einsetzen. Das sagten die Ortsverbandsvorsitzende Brigitte Bödeker und der FDP-Fraktionschef im Bückeburger Rat, Rüdiger Homeier, während eines Pressegesprächs.

veröffentlicht am 15.03.2007 um 00:00 Uhr

Rüdiger Homeier

Die Nachfrage nach Plätzen in der offenen Ganztagschule Grundschule Am Harrl zeige, dass es einen erheblichen Bedarf in Bückeburg gibt. Eltern, die Betreuung für ihre Kinder brauchen, würden rege nachfragen. Um die Betreuung zu sichern und einen Schultourismus innerhalb der Stadt hin zur Grundschule Am Harrl zu verhindern, müsse das Angebot an allen Grundschulen der Stadt eingeführt werden. Die FDP Bückeburg forderte die CDU-FDP-Landesregierung in Hannover auf, endlich ihr Versprechen wahr zu machen und Landesmittel für die Einrichtung der Ganztagsschule zur Verfügung zu stellen. Bisher finanziert die Stadt die offene Ganztagsschule aus eigenen Mitteln. Nach den Vorstellungen der FDP sollte einer der Kindergärten Bückeburgs zum Bewegungskindergarten umgestaltet werden. Zuviele Kinder hätten heutzutage mit Übergewicht zu kämpfen und zu wenig Bewegung, da sie vor Fernseher und Computer sitzen würden. Gerade für solche Kinder wäre es wichtig, dass sie Bewegung erhalten, und spielerisch ihre Aggressionen abbauen können. Bauliche Veränderungen seien kaum nötig, ein Turnbereich reiche, zudem müsse die Fachkompetenz des Personals geschult werden. Schon lange ist Brigitte Bödeker und Rüdiger Homeier der Dreck in der Stadt ein Dorn im Auge. Hundekot überall, Flaschen, Kaugummi, Spucke oder die "Säuferecke" am Comet - "durch die Passage will doch schon lange keiner mehr gehen" - stoßen den Liberalen übel auf. Sie zählen mehrere "Schandflecken" wie vermüllte Grundstücke an der Ecke Herder- und Schulstraße, an der Hannoverschen und Bergdorfer Straße oder aber einem städtischen Grundstück an der Jugendfreizeitstätte auf: "Wenn schon nicht gebaut wird, sollten sie wenigstens in Ordnung gehalten werden". Bückeburg lebe vom Tourismus: "Wir müssen uns einladend für unsere Gäste präsentieren. Es muss etwas passieren." Eine Lösung sehen die Liberalen in der Einrichtung einer "Bürgerwehr", nicht im "engeren Sinne". Vielmehr sollten Mitarbeiter des Ordnungsamtes, entsprechend mit Jacken gekennzeichnet, auf den Straßen präsent sein und kontrollieren. Dies hätte zum einen Präventionscharakter, zum anderen dürften sie Kontrollen durchführen und sich zum Beispiel Personalausweise zeigen lassen. Zunächst sollte aber das Ergebnis des niedersächsischen Pilotprojektes "Bürgerstreifen" abgewartet werden, einem Projekt, für das sich zunächst auch die Stadt Bückeburg beworben hatte. Schließlich regt die FDP eine Gestaltungssatzung für die Innenstadt an. Die vorhandene Bausubstanz müsse bewahrt werden, neue Bebauung müsse sich entsprechend in das "alte Gesicht" Bückeburgs integrieren.

Brigitte Bödeker
  • Brigitte Bödeker


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