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OB-Wahl: Grüne und Linke unentschieden / Unternehmer macht Rückzieher

FDP kürt Kandidaten noch in dieser Woche

Hameln. In Berlin ist die K-Frage entschieden – das neue Kabinett steht. In Hameln hingegen ist nach wie vor offen, wer alles als Kandidat für den Oberbürgermeister-Posten antritt, nachdem Amtsinhaberin Susanne Lippmann erklärt hatte, sich nicht erneut um den Chefsessel im Rathaus bewerben zu wollen.

veröffentlicht am 16.12.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 17.12.2013 um 15:07 Uhr

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Eindeutig ist die Lage zurzeit lediglich bei der SPD: Sie hat Ralf Wilde nominiert, den Fachbereichsleiter Umwelt und Technische Dienste im Rathaus. Wilde wohnt im Extertal und hat ein SPD-Parteibuch. Die CDU hatte sich zwar in der vergangenen Woche für Claudio Griese ausgesprochen, doch innerparteilich gibt es durchaus noch Störfeuer gegen den Fraktionsvorsitzenden der Christdemokraten im Rat und Sprecher der aus CDU, Grünen und Unabhängigen bestehenden Mehrheitsgruppe.

Und was machen die kleinen Parteien? Die Grünen sind noch nicht sicher, ob sie überhaupt mit einem eigenen Kandidaten zur OB-Wahl am 25. Mai antreten werden. „Da gibt es unterschiedliche Auffassungen“, sagt Hamelns Vorsitzender Dr. Feyzullah Gökdemir. Deshalb habe man eine Findungskommission gegründet und werde außerdem die Stimmung bei einer Mitgliederversammlung ausloten, die im Januar nächsten Jahres stattfinden soll.

Ähnlich sieht es bei der Linken aus. Nach Auskunft von Ratsmitglied Peter Kurbjuweit dauert die Diskussion über das Pro und Kontra eines eigenen Bewerbers noch an. Auch hier sollen die Mitglieder entscheiden, ob jemand ins Rennen geht und, wenn ja, wer. „Realistisch“ werde das aber erst im Januar entschieden.

Die FDP scheint da schon weiter zu sein: Auch wenn sie auf Bundes- oder Landesebene in jüngster Vergangenheit recht glücklos agierten, so wollen sich die Liberalen in Hameln doch mit einem eigenen Kandidaten profilieren. Wer das sein könnte, darüber gibt es bisher nicht einmal Spekulationen. „Wir führen erst noch Gespräche, aber wir sind schon ein gutes Stück weiter“, sagt Stadtverbandsvorsitzender Klaus-Peter Wennemann, der „noch in dieser Woche“ das Geheimnis lüften will.

Schon seit längerem kursiert zudem in Hameln das Gerücht, Edmund Besecke wolle für den Posten des Oberbürgermeisters kandidieren. Der Unternehmer (XOX-Gebäck) ist zwar seit langem Mitglied der CDU, hält aber die Nominierung Grieses gewissermaßen für „das letzte Aufgebot“. Inzwischen hat er seine Ambitionen ein wenig revidiert: „Gegen Frau Lippmann wäre ich auf jeden Fall angetreten, schon aus Zorn“, sagt der Mittfünfziger. Gegen Parteifreund Griese auch? Eher unwahrscheinlich – „höchstens noch zu zehn Prozent.“ Dass er dessen Nominierung trotzdem nicht für gut hält, daraus macht Besecke keinen Hehl. „Diese Wahl geht für die CDU in die Grütze“, prophezeit er gewohnt markig. Und auch wenn Besecke selbst wohl nicht als Gegenkandidat antreten wird – ursprünglich wollte er das sogar auf eigene Rechnung tun –, so hat er bereits angekündigt, sich bei der Kommunalwahl 2016 auf jeden Fall einbringen zu wollen.



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