weather-image
15°
Sperre für Roland Blaume ausgesetzt, aber beruflich verhindert / Illy Syla weiterhin gesperrt

FC mit Personalproblemen nach Niedernwöhren

Bezirksliga (jö). Rechtsstaatliche Strukturen scheinen in der Sportgerichtswelt noch nicht gegriffen zu haben. Stadthagens Illy Syla hat seit seiner Roten Karte im Pokalspiel bereits vier Pflichtspiele pausiert. Eine Nachrichtüber die Strafzumessung liegt immer noch nicht vor. Die Verantwortlichen sind mit Zuständigkeitsproblemen beschäftigt oder überhaupt nicht erreichbar.

veröffentlicht am 12.09.2008 um 00:00 Uhr

Jan Carganico (r.) läuft noch seiner Form hinterher. Dem torgefä

Niedernwöhrens Roland Blaume spielte in der letzten Woche bereits wieder. Verhandelt wurde sein Fall auch noch nicht. Aber für ihn wurde eine vorläufige Freigabe erwirkt, die schriftlich vorliegt. Am Sonntag stehen sich der TuS Niedernwöhren und der FC Stadthagen erneut gegenüber. Im Pokalspiel, in dem Syla und Blaume gemeinsam vom Platz flogen, mussten die Kreisstädter bis ins Elfmeterschießen, um sich durchzusetzen. Dass Spielertrainer Lars Reuther für Sonntag ein ähnlich enges Match erwartet, hat personelle Gründe. Hakan Yolac ist umgeknickt und fällt aus. Auch Reuther selbst kann am Sonntag noch nicht spielen. Weil außerdem der beruflich verreiste Heiko Schade, der gesperrte Ismail Topcu und vielleicht weiterhin Illy Syla fehlen wird, hat Stadthagen Besetzungsprobleme. "Für uns wird es ein ganz schweres Spiel", meint Reuther. Stadthagen will angesichts der massiven Personalprobleme im Fall Syla nochmals beim Bezirk nachsetzen. Niedernwöhrens Spielertrainer Stefan Vogt erinnert seine Mannschaft an das Pokalspiel, in dem sein Team gleichwertig mithielt. "Wenn wir in die Zweikämpfe gehen und Laufbereitschaft mitbringen, haben wir auch Sonntag eine gute Chance", meint er. In der Tabelle sind Stadthagen als Dritter und Niedernwöhren als Tabellenzwölfter weit voneinander entfernt, aber Stefan Vogt sieht seine Mannschaft seit dem ersten Erfolg bei Preußen Hameln auf dem Weg der Besserung. "Schön war der Sieg nicht, aber wichtig", erklärt er. "Nach den zwei Gegentoren gingen diesmal die Köpfe nicht runter." Stefan Vogt räumt aber ein, die optimale Formation und ein erfolgreiches System noch nicht gefunden zu haben. Seine Taktik richtet entgegen seiner sonstigen Überzeugung am Gegner aus. "Im Aufbau und im Passspiel haben wir noch deutliche Schwächen", hat er wahrgenommen. Der TuS Niedernwöhren muss im Nachbarschaftsderby wahrscheinlich erneut auf den angeschlagenen Sören Fischer verzichten. Auch Roland Blaume wird trotz seiner Spielberechtigung nicht dabei sein. Er ist beruflich verhindert.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare